Zahlungsbilanzerhebung

Waren, Dienstleistungen, Einkommen aber auch Direktinvestitionen und Co – die Zahlungsbilanzerhebung beinhaltet ein weites Feld an zu erfassenden Daten. Unternehmerinnen/Unternehmer müssen gegebenenfalls Meldepflichten beachten.

Information für Einsteiger

Allgemeines zur Zahlungsbilanz

Die Zahlungsbilanz ist eine systematische Darstellung der Wirtschaftsbeziehungen eines Staates oder eines Wirtschaftsraums mit der restlichen Welt. Sie ist ein wichtiges Instrument für die österreichische Außenwirtschaftspolitik und statistische Grundlage für internationale Verhandlungen. Die Zahlungsbilanz dient beispielsweise der Beobachtung von Auslandsmärkten und der Wettbewerbsfähigkeit Österreichs sowie der Erhebung von notwendigen Förderungsmaßnahmen für Unternehmerinnen/Unternehmer.

Die Zahlungsbilanz gliedert sich in zwei Hauptteile:

  • Die Leistungsbilanz – der realwirtschaftliche Teil – betrifft Waren, Dienstleistungen, Einkommen und laufende Transfers.
  • Die Kapitalbilanz – der finanzwirtschaftliche Teil – betrifft Direktinvestitionen, Portfolioinvestitionen, Sonstige Investitionen, Finanzderivate und Währungsreserven.

Das Devisengesetz 2004 verpflichtet die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) zur Erstellung der Zahlungsbilanz. Während die Erhebungen zur Kapitalbilanz von der OeNB selbst durchgeführt werden, wird die Leistungsbilanz in enger Kooperation mit der Statistik Austria erstellt.

TIPP Weitere Informationen zur Zahlungsbilanz finden sich auf den Seiten der OeNB sowie in der Broschüre "Die Zahlungsbilanz".

Neue Meldeverordnungen

Seit 1. Jänner 2006 erhebt die OeNB in Kooperation mit der Statistik Austria Direktmeldungen der Außenwirtschaftstreibenden, sowohl von Unternehmen als auch Privaten. Diese Umstellung wurde durch grundlegende Veränderungen der Zahlungsmodalitäten, vor allem die Einführung des einheitlichen Zahlungsverkehrs im Euroraum notwendig.

Gemeldet werden müssen Transaktionen im grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehr und im grenzüberschreitenden Kapitalverkehr.

Aktuell sind die Inhalte der Meldungen in den Verordnungen "ZABIL 1/2012" und "ZABIL 1/2013" der OeNB geregelt.

Stand: 01.01.2014

Abgenommen durch:
  • Oesterreichische Nationalbank
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