Rinder – Kennzeichnung mit Ohrmarken

Inhaltliche Beschreibung

Das System zur Kennzeichnung und Registrierung von Rindern wurde eingeführt, um das Vertrauen der Verbraucherinnen/Verbraucher in die Qualität von Rindfleisch und Rindfleischerzeugnissen zu stärken, den Schutz der öffentlichen Gesundheit zu erhalten und die Stabilität des Marktes für Rindfleisch und Rindfleischerzeugnisse dauerhaft zu stärken.

Dieses System zur Kennzeichnung und Registrierung von Rindern beruht auf Ohrmarken zur Einzelkennzeichnung von Rindern, Einzelregistern in jedem Betrieb und einer zentralen elektronischen Datenbank.

Alle am Betrieb gehaltenen Rinder sind mit zwei amtlichen Ohrmarken zu kennzeichnen. Rinder, die eine oder beide Ohrmarken verloren haben, sind neuerlich mit zwei Ohrmarken zu kennzeichnen.

Die Ausgabe der österreichischen Rinderohrmarken (für neu geborene Kälber und im Verlustfall) erfolgt über die Agrarmarkt Austria. Bei der Kennzeichnung von Rindern besteht das Lebensnummernprinzip, das bedeutet, dass das Rind die Ohrmarkennummer von der Geburt bis zum Tod in den Mitgliedsstaaten der EU begleitet. Die Nummer darf nicht verändert werden.

Betroffene Unternehmen

Jede Rinderhalterin/jeder Rinderhalter, das ist jede natürliche oder juristische Person, die vorübergehend oder ständig, auch beim Tiertransport oder auf dem Viehmarkt, für Rinder verantwortlich ist.

Voraussetzungen

Siehe Inhaltliche Beschreibung.

Fristen

Die Kennzeichnung muss innerhalb von sieben Tagen nach der Geburt, bei in Freilandhaltung gehaltenen Rindern innerhalb von 20 Tagen nach der Geburt, erfolgen. Bei Verlust von Ohrmarken muss umgehend eine Nachkennzeichnung vorgenommen werden.

Zuständige Stelle

Agrarmarkt Austria (AMA)

Verfahrensablauf

Die zu verwendenden Ohrmarken werden von der AMA herausgegeben. Bei Betriebsgründungen müssen sich Rinderhalterinnen/Rinderhalter, die Ohrmarken benötigen, bei der AMA melden. Schon amtsbekannten Rinderhalterinnen/Rinderhaltern wird der voraussichtliche Jahresbedarf an Ohrmarken von der AMA im Vorhinein übermittelt.

Erforderliche Unterlagen

Es sind keine besonderen Unterlagen erforderlich.

Kosten

  • Pro ausgegebenem Ohrmarkenpaar: 2 Euro
  • Ohrmarken mit einer Vorrichtung für die Entnahme von Gewebsproben: 3,60 Euro
  • Pro nachbestellter Ohrmarke: 1,31 Euro  

Rechtsgrundlagen

Experteninformation

Zum Formular

Es steht kein Formular zur Verfügung.

Stand: 08.01.2018

Abgenommen durch:
  • Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus

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