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Corona-Kurzarbeit

Das spezielle Modell "Corona-Kurzarbeit" hilft Unternehmen und ArbeitnehmerInnen, in dieser Krisensituation Kündigungen zu vermeiden.

Die spezielle und neue Form der Kurzarbeit wird für Unternehmen schneller und leistbarer werden. Außerdem wird sie für alle Unternehmensgrößen und alle Branchen nutzbar werden. Kurzarbeit ist ein erprobtes und flexibles Mittel, das sich bereits in Zeiten der Finanzkrise 2008/2009 bewährt hat.

Neu am Modell ist, dass die Corona-Kurzarbeit innerhalb von 48 Stunden abrufbar sein wird – bisher waren dafür mehr als sechs Wochen notwendig. Zum ersten Mal wird es möglich sein, dass Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter zur Gänze, also zu 100 Prozent zu Hause sind und gleichzeitig im Unternehmen beschäftigt bleiben. Bisher blieb dafür als einzige Konsequenz die Arbeitslosigkeit.

Die neue Corona-Kurzarbeit ist somit eine erleichterte, besonders attraktive Form der Kurzarbeit. Sie sichert Unternehmen Fachkräfte und Liquidität – unabhängig von Branche und Unternehmensgröße. Österreichische Arbeitsplätze werden auch in fordernden Zeiten erhalten. Die neue Kurzarbeit gilt vorläufig für die nächsten sechs Monate. Auch Lehrlinge profitieren von der Corona-Kurzarbeit.

Höhe der Kurzarbeitsbeihilfe

Die Kurzarbeitsbeihilfe des AMS orientiert sich am bisherigen Nettoentgelt der Arbeitnehmerin/des Arbeitnehmers:

  • Bis zu Euro 1.700 Bruttoentgelt beträgt das Entgelt 90 Prozent des bisherigen Nettoentgelts.
  • Bis zu Euro 2.685 Bruttoentgelt beträgt das Entgelt 85 Prozent des bisherigen Nettoentgelts.
  • Ab Euro 2.686 Bruttoentgelt beträgt das Entgelt 80 Prozent des bisherigen Nettoentgelts.
  • Für Einkommen bis zur Höchstbeitragsgrundlage ersetzt das AMS der Arbeitgeber/dem Arbeitgeber die Mehrkosten, die sich im Vergleich zur tatsächlichen Arbeitszeit ergeben.
     

Sozialversicherungsbeiträge

Die Sozialversicherungsbeiträge des Dienstgebers bemessen sich am Entgelt vor Kurzarbeit. Im neuen Kurzarbeitsmodell werden auch diese erhöhten Beiträge ab dem ersten Monat vom AMS übernommen.

Arbeitszeitreduktion

Im gesamten Durchrechnungszeitraum kann die Arbeitszeit - und somit das Entgelt - um maximal 90 Prozent reduziert werden. Dabei können auch längere Zeiträume mit einer Wochenarbeitszeit von 0 Stunden vereinbart werden (Beispiel: Kurzarbeitsdauer 6 Wochen; 5 Wochen 0 Prozent Arbeitszeit, 1 Woche 60 Prozent). Bei der Corona-Kurzarbeit müssen Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer in Abstimmung mit der Arbeitgeberin/dem
Arbeitgeber ihren gesamten Urlaubsanspruch vergangener Urlaubsjahre und ihr gesamtes Zeitguthaben verbrauchen.

Umsetzung

Die neue Corona-Kurzarbeit erfordert nur vier Umsetzungsschritte:

  • Verständigung des AMS über bestehende Beschäftigungsschwierigkeiten (telefonisch oder per E-Mail),
  • Gespräche mit Betriebsrat (wenn vorhanden),
  • Sozialpartnervereinbarung (Wirtschaftskammer und Gewerkschaft),
  • Einbringung des Antrages beim zuständigen AMS.

Ab Abschluss der Gespräche auf betrieblicher Ebene ermöglichen die Sozialpartner eine Sozialpartnervereinbarung innerhalb von 48 Stunden.

Lehrlinge

Die neue Corona-Kurzarbeit gilt auch für Lehrlinge. Die wichtigsten Vorteile:

  • Lehrlinge in Kurzarbeit erhalten 100 Prozent des bisherigen Nettolehrlingseinkommens.
  • Die Lehrzeit wird nicht nach hinten verschoben.
  • Unternehmen können weiter Lehrlinge ausbilden und sichern sich für die Zukunft wichtige Fachkräfte.
  • Die Qualität des österreichischen Ausbildungswesens bleibt für den ganzen Standort gesichert.

Weitere Informationen

Corona-Kurzarbeit.at (→ BMAFJ)

Letzte Aktualisierung: 20.04.2020
Für den Inhalt verantwortlich: Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort
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