Klimaschutz für Unternehmen

ACHTUNG Dieses "Aktuelle Thema" entspricht den Regelungen zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung und wird nicht laufend aktualisiert.

Allgemeines

Unternehmerinnen/Unternehmer können auf vielfältige Art einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Unterstützungen und Förderungen sollen entsprechende Anreize für Unternehmen schaffen.

Ziel des Klimaschutzes ist es, möglichst wenig schädigende Substanzen in die Atmosphäre freizusetzen (z.B. CO2, Methan, Lachgas). Viele dieser Stoffe entstehen nicht nur in der Industrie, sondern auch im Alltag. Schon kleine Maßnahmen können schädliche Emissionen verringern oder ganz vermeiden.

Klimaschutz umfasst aber nicht nur die Vermeidung der die Atmosphäre schädigenden Stoffe, sondern auch den Schutz natürlicher CO2-Senker, wie beispielsweise Regenwälder, Waldgebiete, Ozeane und Gewässer. Auch Maßnahmen zur Anpassung an Klimaänderungen sind Teil des Klimaschutzes

Folgen des Klimawandels für die Wirtschaft

Mögliche Folgen des Klimawandels in Österreich sind häufigere und stärkere Niederschläge, mehr Hagel, mehr Dürreperioden, Verringerung des Bodenwassergehalts, Hochwasser, Murenabgänge, Gletscherrückgang, Schädlingsinvasionen usw. Der Anstieg der Permafrostgrenze führt außerdem zu einer zunehmenden Gefahr von Bergstürzen in alpinen Regionen.

Die Landwirtschaft gehört zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Bereichen. Ertrags- sowie Qualitätseinbußen und eine abnehmende Ertragssicherheit werden künftig zum normalen Wirtschaften gehören. Zudem werden sich Schadinsekten in Zukunft voraussichtlich schneller entwickeln und wärmeliebende Arten werden sich stark nach Norden ausbreiten.

Auch die Forstwirtschaft ist vom Klimawandel natürlich stark betroffen. Zunehmende Trockenheit und vermehrter Schädlingsbefall setzen die Fichte, die häufigste heimische Baumart, stark unter Druck. An vielen Orten kommt es zum Verlust der Schutzfunktion des Bergwalds. Waldbrände im Sommer könnten, ähnlich wie bereits jetzt im Mittelmeerraum, zu einer Bedrohung in Österreich werden.

Die alpinen Gletscher haben in den letzten 100 Jahren rund 50 Prozent ihres Eises aufgrund von Temperaturanstieg und veränderter Niederschlagssituation verloren. Der sichtbare Rückgang der Gletscher in den Alpen bedeutet einen Verlust natürlicher Wasserspeicher und eine deutlich verminderte Attraktivität der Bergregionen, was Auswirkungen auf den Tourismus hat. Milde Winter ohne Naturschnee bzw. zu niedrige Temperaturen oder zu wenig Wasser für künstliche Beschneiung könnten sich negativ auf den Wintertourismus auswirken.

Klimaschutz im Alltag

Ohne großen Aufwand kann jedes Unternehmen bereits mit einfachen Maßnahmen zum Klimaschutz beitragen.

In Büros sollten Elektrogeräte ausgeschaltet werden, anstatt sie im Stand-by-Modus zu belassen – das spart auch Energiekosten. Bei der Anschaffung von Elektrogeräten sollte auf die Energieklasse geachtet werden, das verringert auch die Ausgaben für Betriebsaufwände.

Es sollte außerdem darauf geachtet werden, möglichst wenig Papier zu verbrauchen. Papier vorne und hinten zu bedrucken kann bereits einige Blätter sparen. Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer sollten über umweltschonende Ressourcenverwendung informiert werden. Eventuell besteht sogar die Möglichkeit, für die Einhaltung einen Anreiz zu bieten.

Förderungen für Unternehmer

Für Unternehmerinnen/Unternehmer, die aktiv etwas zum Klimaschutz beitragen wollen, gibt es einige spezielle Unterstützungen und Förderungen. Unter anderem werden in Österreich alternative Energien, Umwelttechnologien und nachhaltige Investitionen gefördert.

Österreichische Unternehmen, die in Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen investieren, können etwa unter gewissen Voraussetzungen eine Umweltförderung des BMLFUW erhalten. Klimaaktiv mobil Förderangebote bieten den Unternehmen beispielsweise finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung von Verkehrsmaßnahmen zur Reduktion der CO2-Emissionen aus der betrieblichen Mobilität.

Direkte Förderungen der Europäischen Union auf dem Gebiet des Klimaschutzes gibt es zwar nicht, dennoch bestehen viele Programme, die Umweltmaßnahmen unterstützen und somit indirekt den Klimaschutz fördern.

Auch auf Ebene der Bundesländer gibt es in Österreich Förderungen im Umweltbereich.

HINWEIS Eine Übersicht über bisherige "Themen des Monats" und "Aktuelle Themen" findet sich ebenfalls auf USP.gv.at.

Stand: 16.01.2017

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