Beschäftigungsbonus − Zuschuss für neue Mitarbeiter

ACHTUNG Dieses "Aktuelle Thema" entspricht den Regelungen zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung und wird nicht laufend aktualisiert.

Allgemeines zum Beschäftigungsbonus

Stellt ein Unternehmen eine zusätzliche Mitarbeiterin/einen zusätzlichen Mitarbeiter ein, so kann es unter bestimmten Voraussetzungen seit 1. Juli 2017 Antrag auf einen Beschäftigungsbonus stellen. Die Antragstellung ist online über den AWS-Fördermanager möglich. Ziele der Förderung sind die Sicherung von Unternehmensstandorten und die Schaffung neuer Beschäftigungsverhältnisse.

Nähere Informationen zum Beschluss des Nationalrates "Genehmigung der Begründung von Vorbelastungen durch den Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft u.a." finden sich ebenfalls auf USP.gv.at.

Voraussetzungen für die Förderung

Sowohl auf der Seite des Unternehmen als auch auf der Seite der neuen Mitarbeiterin/des neuen Mitarbeiter müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein, damit ein Beschäftigungsbonus ausbezahlt wird.

Voraussetzungen im Bereich des Unternehmens

Der Sitz des Unternehmens bzw. die Betriebsstätte muss in Österreich liegen. Die Branche und die Größe des Unternehmens spielen keine Rolle.

Ein Unternehmen kann dann einen Beschäftigungsbonus beziehen, wenn es ab 1. Juli 2017 zumindest einen zusätzlichen Vollarbeitsplatz (38,5 Stunden pro Woche) geschaffen hat. Auch für die Einstellung von zwei Halbtagskräften kann der Beschäftigungsbonus bezogen werden.

Um nachzuweisen, dass es sich um einen neuen zusätzlichen Arbeitsplatz handelt, muss das Unternehmen die Beschäftigtenstände

  • unmittelbar vor dem ersten neuen Arbeitsverhältnis, für das es Beschäftigungsbonus beziehen will, und
  • zum Ende der vier Kalenderquartale davor

angeben.

Die Beschäftigtenstände umfassen alle gemeldeten Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, ausgenommen Lehrlinge und geringfügig Beschäftigte. Sie müssen in Köpfen angegeben werden.

Die Richtigkeit der Beschäftigtenstände muss von einer Wirtschaftsprüferin/einem Wirtschaftsprüfer oder einer Steuerberaterin/einem Steuerberater bei der Antragstellung bestätigt werden. Der höchste Beschäftigtenstand ist der Bezugswert für den Beschäftigungsbonus. Unternehmen mit einem rückläufigen Beschäftigungsstand müssen diesen erst ausgleichen, bevor sie einen Beschäftigungsbonus beziehen können.

ACHTUNG Wenn sich aufgrund einer Anfrage ergibt, dass vollstreckbare Forderungen eines Krankenversicherungsträgers oder ausständige Abgaben bestehen, wird an das betreffende Unternehmen kein Beschäftigungsbonus ausbezahlt!

Voraussetzungen im Bereich des neuen Mitarbeiters

Für einen Beschäftigungsbonus müssen Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer
mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllen:

  • Sie/er war in den letzten drei Monaten vor der Einstellung beim Arbeitsmarktservice arbeitslos gemeldet oder befand sich in einer AMS-Schulung. Es müssen jedoch keine Leistungen des AMS bezogen worden sein.
  • Die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer hat vor Beginn des Arbeitsverhältnisses für mindestens vier Monate an einer Ausbildung in Österreich teilgenommen. Die Ausbildung muss in der Liste auf der Website zum Beschäftigungsbonus genannt sein (ein Link findet sich unten im Text). Der Abgang von der Bildungseinrichtung darf maximal zwölf Monate zurückliegen. Ein Abschluss der Ausbildung ist nicht Voraussetzung.
  • Die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer war zuvor bereits in Österreich erwerbstätig und somit pflichtversichert (Voll- oder Teilversicherung). Die Pflichtversicherung muss ununterbrochen mindestens vier Monate gedauert und darf maximal zwölf Monate vor dem neuen Arbeitsverhältnis geendet haben.

Auch die Übernahme eines Lehrlings als vollversicherte Angestellte/vollversicherten Angestellten bzw. vollversicherte Arbeiterin/vollversicherten Arbeiter wird gefördert. Für die Aufnahme eines Lehrlings für die Lehrlingsausbildung gibt es jedoch keinen Beschäftigungsbonus!

Doppelförderungen eines Arbeitsverhältnisses sind nicht möglich (bzw. bei Bezug der AWS-Lohnkostenförderung für innovative Start-ups oder der Eingliederungshilfe "Come Back" des AMS).

Weitere Informationen zu den Voraussetzungen finden sich auf USP.gv.at.

Höhe der Förderung

Der Beschäftigungsbonus beträgt 50 Prozent der Lohnnebenkosten (Dienstgeberbeiträge) und zwar für maximal drei Jahre. Der Zuschuss ist von der Einkommensteuer befreit. Er wird einmal pro Jahr im Nachhinein ausbezahlt.

Weitere Informationen zur Höhe der Förderung finden sich ebenfalls auf USP.gv.at.

HINWEIS Eine Übersicht über bisherige "Themen des Monats" und "Aktuelle Themen" findet sich ebenfalls auf USP.gv.at.

Stand: 08.08.2017

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  • USP-Redaktion
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