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Entsendung in Nicht-EU-/EWR-Staaten aus Österreich

Eine Entsendung liegt vor, wenn die Arbeitgeberin/der Arbeitgeber mit Sitz in Österreich eine Arbeitnehmerin/einen Arbeitnehmer vorübergehend im Ausland zur Erbringung von Arbeitsleistungen einsetzt. "Vorübergehend" bedeutet, dass die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer aufgrund eines für Österreich abgeschlossenen Arbeitsvertrages die Arbeit gewöhnlich in Österreich verrichtet.

Grundsätzlich unterliegt das Arbeitsverhältnis den Rechtsvorschriften in Österreich. Es können jedoch im Beschäftigungsstaat zwingende arbeitsrechtliche Normen (z.B. Mindestruhezeiten oder Höchstarbeitszeiten) zur Anwendung kommen, die die Dienstgeberin/der Dienstgeber befolgen muss.

Info TIPP

Die Bestimmungen für die Entsendung von Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern außerhalb von EU-/EWR-Staaten sind von Land zu Land verschieden. Informationen dazu erhalten Sie bei den jeweiligen Außenhandelsstellen der Wirtschaftskammer Österreich.

Sozialversicherung

Mit bestimmten Staaten wurde in bilateralen Abkommen die Entsendung und die sozialversicherungsrechtlichen Bestimmungen für Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer geregelt. Diese besagen, dass für einen Zeitraum von 24 Monaten (bzw. 60 Monaten) die Vorschriften des österreichischen Sozialversicherungsrechts weiterhin gelten.

Vertragsstaaten:

  • Australien (60 Monate)
  • Albanien
  • Bosnien und Herzegowina
  • Chile (60 Monate)
  • Indien (60 Monate)
  • Israel
  • Kanada (60 Monate)
  • Korea (60 Monate)
  • Mazedonien
  • Moldau
  • Philippinen (60 Monate)
  • Serbien
  • Montenegro
  • Tunesien
  • Türkei
  • Uruguay
  • USA (60 Monate)

In manchen der Vertragsstaaten besteht bei Krankheit (oder Unfall) Anspruch auf Sachleistungen. Die Ansprüche sind den einzelnen Abkommen zu entnehmen.

Bei der Entsendung in andere Staaten erhalten die entsandten Arbeitnehmerinnen/ Arbeitnehmer die (sozialversicherungsrechtlichen) Leistungen bei Krankheit oder Unfall zunächst von der Dienstgeberin/vom Dienstgeber.

Die Dienstgeberin/der Dienstgeber muss den zuständigen Krankenversicherungsträger innerhalb eines Monats vom Eintritt eines Krankheitsfalles in Kenntnis setzen. Nur bei einer zeitgerechten Verständigung hat die Dienstgeberin/der Dienstgeber Anspruch auf Kostenersatz durch den zuständigen Krankenversicherungsträger.

Info TIPP

Auf dem Portal der österreichischen Sozialversicherungsträger finden Sie weitere Informationen zur Entsendung ins Ausland und Formulare zum Download.
Inhaltlicher Stand: 01.01.2019
Abgenommen durch: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz
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