Ausländische Beschäftigte

Aktuelle Informationen über ausländische Beschäftigte, Beschäftigung von Bürgern aus EU- bzw. Nicht-EU-Staaten, Berechtigungen zur Beschäftigung etc.

Information für Einsteiger

Ausländische Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer können eine unselbstständige Beschäftigung (z.B. Arbeitsverhältnis, arbeitnehmerähnliches Verhältnis, Ausbildungsverhältnis) in Österreich nur unter bestimmten Voraussetzungen ausüben. Ausländerinnen/Ausländer sind alle Personen, die nicht die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen.

Bürgerinnen/Bürger aus den EU-Mitgliedstaaten (Ausnahme: Kroatien) und den EWR-Staaten Island, Norwegen und Liechtenstein haben freien Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt und benötigen daher keine arbeitsmarktbehördliche Berechtigung zur Arbeitsaufnahme (sie genießen Arbeitnehmerfreizügigkeit). Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden sich ebenfalls auf USP.gv.at.

Auch Schweizerinnen/Schweizer sind EU-/EWR-Bürgerinnen/-Bürgern aus den alten Mitgliedstaaten hinsichtlich des Zugangs zum österreichischen Arbeitsmarkt gleichgestellt.

Bürgerinnen/Bürger aus Drittstaaten benötigen eine kombinierte Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung, die die Beschäftigung bei einem bestimmten Arbeitgeber ermöglicht oder freien Arbeitsmarktzugang gewährt (zum Beispiel Rot-Weiß-Rot Karte plus, Daueraufenthalt – EU). In Ausnahmefällen ist zusätzlich zum Aufenthaltstitel oder Visum eine Berechtigung durch das Arbeitsmarktservice auszustellen (z.B. für Studierende und Saisonarbeitskräfte). Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden sich ebenfalls auf USP.gv.at.

ACHTUNG Drittstaatsangehörige mit einem Aufenthaltstitel "Daueraufenthalt – EU" eines anderen EU-Mitgliedstaates dürfen sich drei Monate zur Arbeitssuche in Österreich aufhalten.

Die gesetzliche Grundlage für die Zulassung ausländischer Arbeitskräfte zum österreichischen Arbeitsmarkt ist das Ausländerbeschäftigungsgesetz (AuslBG).

Folgende Personen und Tätigkeiten sind vom Ausländerbeschäftigungsgesetz unter bestimmten Voraussetzungen ausgenommen:

  • anerkannte Konventionsflüchtlinge oder Ausländerinnen/Ausländer, denen der Status einer subsidiär Schutzberechtigten/eines subsidiär Schutzberechtigten zuerkannt wurde
  • Tätigkeiten aufgrund zwischenstaatlicher Kulturabkommen
  • Tätigkeiten in diplomatischer oder berufskonsularischer Vertretung
  • seelsorgerische Tätigkeiten
  • Besatzungsmitglieder in der See- und Binnenschifffahrt
  • Besondere Führungskräfte
  • Medienberichterstatterinnen/Medienberichterstatter
  • Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftler sowie Forscherinnen/Forscher
  • Tätigkeiten im Rahmen von EU-Ausbildungs- und Forschungsprogrammen
  • Ausländerinnen/Ausländer, die Arbeitnehmerfreizügigkeit genießen (Achtung: Bürgerinnen/Bürger aus dem EU-Mitgliedstaat Kroatien sind aufgrund von Übergangsfristen nicht ausgenommen)
  • Familienangehörige von Österreicherinnen/Österreichern, die zur Niederlassung berechtigt sind
  • Personal des Europäischen Zentrums für Ausbildung und Forschung
  • Lehrpersonal bestimmter internationaler Schulen (Internationale Schule Wien, Danube International School, Graz International und Bilingual School, Linz International School Auhof, American International School Salzburg, Vienna Elementary School, Vienna European School und an der Amadeus  International School Vienna)
  • Tätigkeiten von Austauschlehrerinnen/Austauschlehrern sowie Sprachassistentinnen/Sprachassistenten im Rahmen bestimmter zwischenstaatlicher Abkommen
  • technisches Personal von Luftverkehrsunternehmen
  • Studentinnen/Studenten sowie Absolventinnen/Absolventen im Rahmen von bestimmten Austauschprogrammen
  • Pflegekräfte aus Kroatien in Privathaushalten
  • Fachhochschullehrerinnen/Fachhochschullehrer
  • Militärexpertinnen/Militärexperten
  • Personal der Diplomatischen Akademie und der Sicherheitsakademie
  • Au-pair-Kräfte mit einer Bestätigung des AMS
  • Werbemittelverteilerinnen/Werbemittelverteiler sowie Hauszustellerinnen/Hauszusteller aus Kroatien
  • Bedienstete bestimmter internationaler NGOs
  • Angehörige von Diplomatinnen/Diplomaten aus Argentinien, Australien, Brasilien, Indien, Israel, Mexiko, Kanada, Südafrika, Ukraine und den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Arbeitsurlauberinnen/Arbeitsurlauber aus Hongkong, Japan, Neuseeland, Südkorea und Taiwan zwischen dem 18. und dem 31. Lebensjahr

EU-/EWR-Staaten

Für Unternehmerinnen/Unternehmer aus EU -/EWR-Staaten gilt aufgrund der EU-Dienstleistungsfreiheit, dass sie vorübergehende grenzüberschreitende Dienstleistungen mithilfe eigenen Personals in jedem anderen EU-/EWR-Staat ausführen können, sofern es keine besonderen Regelungen gibt und die Unternehmerin/der Unternehmer im Sitzstaat zur Ausübung dieses Gewerbes befugt ist.

Für grenzüberschreitende Entsendungen und Überlassungen gelten zum Schutz der entsandten oder überlassenen Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer besondere EU-Normen (insbesondere die sogenannte Entsenderichtlinie), die in den Mitgliedstaaten eingehalten werden müssen.

Schweiz

Aufgrund spezieller Abkommen gelten für entsandte Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer aus der Schweiz nach Österreich die Bedingungen für die Entsendung von Arbeitskräften aus EU-/EWR-Staaten nach Österreich.

Entsendung

Eine Entsendung von Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern liegt vor, wenn eine Arbeitgeberin/ein Arbeitgeber eine Arbeitnehmerin/einen Arbeitnehmern zur Ausführung einer bestimmten vertraglichen Verpflichtung, insbesondere eines Werkvertrags, für einen befristeten Zeitraum in einem anderen Staat einsetzt.

Überlassung

Von Überlassung von Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern wird gesprochen, wenn eine Unternehmerin/ein Unternehmer einem anderen Unternehmen Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer zur Arbeitsleistung für bestimmte oder unbestimmte Zeit zur Verfügung stellt, also "überlässt". Die Dienstleistung des überlassenden Unternehmens ist die Bereitstellung von Personal.

Rechtsgrundlagen

Stand: 01.01.2017

Abgenommen durch:
  • Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

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