Beschäftigungsbewilligung – Studierende

Die Aufenthaltsbewilligung von Schülerinnen/Schülern und Studierenden schließt die Ausübung einer Erwerbstätigkeit (nach den Bestimmungen des Ausländerbeschäftigungsgesetzes) nicht aus, sofern dadurch die Ausbildung als primärer Aufenthaltszweck nicht beeinträchtigt wird.

Schülerinnen/Schüler und Studierende aus Drittstaaten sowie aus Kroatien unterliegen dem Ausländerbeschäftigungsgesetz (AuslBG) und benötigen für eine Beschäftigung in Österreich (auch für eine geringfügige) eine Beschäftigungsbewilligung. Diese muss von der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber beim Arbeitsmarktservice beantragt werden.

Für eine Beschäftigung bis zu 20 Wochenstunden können Beschäftigungsbewilligungen ohne Arbeitsmarktprüfung erteilt werden.

Eine Beschäftigung über 20 Wochenstunden ist zwar nicht ausgeschlossen, allerdings kann diese nur genehmigt werden, wenn die Stelle nicht mit Arbeit suchend vorgemerkten inländischen oder integrierten ausländischen Arbeitskräften besetzt werden kann (Arbeitsmarktprüfung).

Schülerinnen/Schüler und Studierende aus Kroatien erhalten nach zwölf Monaten durchgehender Beschäftigung aufgrund einer Beschäftigungsbewilligung freien Arbeitsmarktzugang, der vom Arbeitsmarktservice zu bestätigen ist.

Studienabsolventinnen/Studienabsolventen aus Drittstaaten können, wenn sie

  • ein Diplomstudium zumindest ab dem zweiten Studienabschnitt,
  • ein Bachelorstudium,
  • ein Masterstudium, oder
  • ein PhD- bzw. ein Doktoratsstudium

an einer österreichischen Universität, Fachhochschule oder akkreditierten Privatuniversität absolviert und erfolgreich abgeschlossen haben, Ihre Aufenthaltsbewilligung "Studierende" um zwölf Monate zur Arbeitsuche in Österreich verlängern. Dafür müssen allgemeine Voraussetzungen (wie ausreichende Existenzmittel, ortsübliche Unterkunft, Krankenversicherungsschutz usw.) erfüllt sein.

Sofern sie innerhalb dieser zwölf Monate ein ihrem Ausbildungsniveau entsprechendes Beschäftigungsangebot eines konkreten Unternehmens (Arbeitsvertrag) erhalten, können sie eine Rot-Weiß-Rot – Karte ohne Arbeitsmarktprüfung beantragen, wenn sie die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie erhalten das für inländische Studienabsolventinnen/inländische Studienabsolventen (Berufseinsteigerinnen/Berufseinsteiger) ortsübliche monatliche Mindestbruttoentgelt, mindestens jedoch 2.349 Euro (2019) zuzüglich Sonderzahlungen und
  • erfüllen die allgemeinen Voraussetzungen (wie ortsübliche Unterkunft, Krankenversicherungsschutz usw.).

HINWEIS Für Praktika, die im Rahmen des Studiums in Österreich vorgeschrieben sind, sind keine Beschäftigungsbewilligungen erforderlich. Das Praktikum ist von der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber spätestens zwei Wochen vor Beginn dem Arbeitsmarktservice anzuzeigen. Das Arbeitsmarktservice stellt darüber eine Anzeigebestätigung aus.

Rechtsgrundlagen

Ausländerbeschäftigungsgesetz (AuslBG)

Stand: 01.01.2019

Abgenommen durch:
  • Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz

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