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Besondere Führungskräfte

Als besondere Führungskräfte gelten Topmanagerinnen/Topmanager. Sie sind vom Geltungsbereich des Ausländerbeschäftigungsgesetzes (AuslBG) generell ausgenommen und benötigen für ihre Beschäftigung keine arbeitsmarktbehördliche Genehmigung. Sie brauchen lediglich eine quotenfreie Aufenthaltsbewilligung – Arbeitskräfte aus dem neuen EU-Mitgliedstaat Kroatien auch diese nicht mehr.

Voraussetzung:
  • Eine leitende Position auf der Vorstands- oder Geschäftsleitungsebene eines internationalen Konzerns oder Unternehmens oder
  • Eine international anerkannte Forschungstätigkeit, die der Erschließung oder dem Ausbau nachhaltiger Wirtschaftsbeziehungen oder der Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze dient sowie
  • Eine Mindestentlohnung von 120 Prozent der ASVG-Höchstbeitragsgrundlage brutto/Monat (für das Jahr 2019: 6.264 Euro)

Ausgenommen sind auch die Ehegattinnen/Ehegatten, Kinder sowie das Supportpersonal (Privatsekretärinnen/Privatsekretäre, Assistentinnen/Assistenten, Kinderfrauen/Kindermänner und Haushälter/Haushälterinnen, solange sie in einem Dienstverhältnis zur Führungskraft stehen) von Topmanagerinnen/Topmanagern. Das Supportpersonal ist hinsichtlich seiner Beschäftigung jedoch an die Topmanagerin/den Topmanager gebunden, d.h. es darf seine Tätigkeit ausschließlich in einem direkten Arbeitsverhältnis zur Führungskraft ausüben und ist auch nur hinsichtlich dieser Tätigkeit vom Ausländerbeschäftigungsgesetz ausgenommen.

Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates einer AG gelten von vornherein nicht als Arbeitskräfte und fallen nicht unter das AuslBG.

Besondere Führungskräfte erfüllen hinsichtlich ihrer Qualifikationen und der ihnen gebotenen Entlohnung in der Regel auch die Kriterien für den Erhalt einer Rot-Weiß-Rot - Karte oder einer Blauen Karte EU.

Inhaltlicher Stand: 01.01.2019
Abgenommen durch: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz
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