Arbeitsmarktrechtliche Bestimmungen

Grenzüberschreitende Arbeitskräfteüberlassung nach Österreich

Keine Entsendung, sondern eine grenzüberschreitende Überlassung liegt vor, wenn die Arbeitskraft in den österreichischen Betrieb eingegliedert ist und dessen Fachaufsicht und Weisungen unterliegt. Damit gilt der österreichische Betrieb als Arbeitgeber.

Überlassung durch Unternehmen aus dem EWR und der Schweiz

Das ausländische Unternehmen hat die Überlassung der Zentralen Koordinationsstelle (ZKO) zu melden. Die ZKO leitet die Meldung an das Arbeitsmarktservice weiter, wenn die überlassenen Arbeitskräfte aus folgenden Staaten stammen:

  • Kroatien
  • Drittstaaten (Staaten, die nicht zum EWR gehören, ausgenommen Schweiz)

Das Arbeitsmarktservice stellt eine EU-Überlassungsbestätigung aus, wenn

  • die überlassene Arbeitskraft ordnungsgemäß im Entsendestaat beschäftigt ist und dort ihre Haupttätigkeit ausübt,
  • während der Überlassung die österreichischen Lohn- und Arbeitsbedingungen und die sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften eingehalten werden und
  • der inländische Betrieb die überlassene Arbeitskraft zur Erfüllung eines Auftrags einsetzt, der nicht selbst wieder eine Überlassung an Dritte zum Gegenstand hat.

Überlassung durch Unternehmen aus Kroatien

Das kroatische Unternehmen hat die Überlassung der ZKO zu melden. Auf Grund der für Kroatien geltenden Übergangsbestimmungen ist für überlassene Drittstaatsangehörige sowie für kroatische Arbeitskräfte eine Beschäftigungsbewilligung erforderlich, die vom österreichischen Betrieb zu beantragen ist.

Zuständige Stelle

Zuständige Stelle ist die regionale Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice (AMS).

Stand: 01.01.2019

Abgenommen durch:
  • Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz

Bewertung

War diese Information hilfreich? erforderliches Feld
Transparente Grafik zwecks Webanalyse