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Wissenschaftler und Forscher

sind vom Ausländerbeschäftigungsgesetz (AuslBG) ausgenommen und können bewilligungsfrei eine wissenschaftliche Beschäftigung aufnehmen.

International anerkannte Forscher

Als international anerkannt gelten Forscherinnen/Forscher, die durch ihre Arbeiten oder ihre Publikationen international bekannt oder in Fachkreisen von herausragender Bedeutung sind. Sie haben in der Regel internationale Reputation in der "scientific community" und können ein wissenschaftliches Oeuvre aufweisen.

International anerkannte Forscherinnen/Forscher,

  • deren beabsichtigte Beschäftigung in Österreich der Erschließung oder dem Ausbau nachhaltiger Wirtschaftsbeziehungen oder der Schaffung oder Sicherung qualifizierter Arbeitsplätze dient und die eine monatliche Bruttoentlohnung von mindestens 6.264 Euro erhalten (= 120 Prozent der ASVG-Höchstbeitragsgrundlage 2019),

sind vom Anwendungsbereich des Ausländerbeschäftigungsgesetzes (AuslBG) ausgenommen und können die Beschäftigung bewilligungsfrei ausüben.

Sie können auch ihre Ehegattinnen/Ehegatten und Kinder nach Österreich mitnehmen. Diese sind ebenfalls vom AuslBG ausgenommen und können jede Beschäftigung bewilligungsfrei ausüben, solange die Angehörigeneigenschaft besteht.

International anerkannte Forscherinnen/Forscher können außerdem ihre ausländischen Bediensteten (z.B. Sekretärin/Sekretär, Haushaltshilfen), die sie schon seit einem Jahr beschäftigen, mitnehmen und in Österreich bewilligungsfrei weiterbeschäftigen.

Info HINWEIS

Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates einer AG gelten von vornherein nicht als Arbeitskräfte und fallen nicht unter das AuslBG.

Forscherinnen/Forscher im Sinne der Forscher- und Studentenrichtlinie

Als Forscherin/Forscher im Sinne der Forscher- und Studentenrichtlinie gelten Personen, die über einen Doktorgrad oder einen geeigneten Hochschulabschluss, der den Zugang zu Doktoratsprogrammen ermöglicht, verfügen. Zudem müssen sie im Rahmen einer Forschungseinrichtung eine wissenschaftliche Tätigkeit verrichten, für die normalerweise ein solcher Abschluss erforderlich ist.

Forscherinnen/Forscher im Sinne der Forscher- und Studentenrichtlinie sind vom Anwendungsbereich des Ausländerbeschäftigungsgesetzes (AuslBG) ausgenommen und können die Beschäftigung bewilligungsfrei ausüben.

Ihre Ehegattinnen/Ehegatten und Kinder sind ebenfalls ausgenommen und können jede Beschäftigung in Österreich bewilligungsfrei ausüben, solange die Angehörigeneigenschaft besteht.


Sonstige Wissenschaftler und Forscher

Als wissenschaftliche Tätigkeiten in der Forschung und Lehre gelten alle Tätigkeiten, die der Forschung und Entwicklung, der wissenschaftlichen einschließlich der forschungsgeleiteten akademischen Lehre dienen und auf die Hervorbringung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse ausgerichtet sind.

Der Begriff "Forschung" umfasst alle wissenschaftlichen Tätigkeiten in der Grundlagenforschung, in der angewandten Forschung sowie in der experimentellen Entwicklung.

Als wissenschaftliche Tätigkeiten in der Entwicklung und Erschließung der Künste sowie in der Lehre der Kunst gelten insbesondere Tätigkeiten, die der akademischen Lehre und der Schaffung neuer Zugänge zu den Künsten im universitären Bereich dienen.

Alle Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftler bzw. Forscherinnen/Forscher, die eine unselbstständige Erwerbstätigkeit mit wissenschaftlichen und/oder forscherischen Aufgaben in öffentlichen oder privaten Einrichtungen und Unternehmen in Österreich ausüben wollen, sind vom Anwendungsbereich des AuslBG ausgenommen und können die Beschäftigung bewilligungsfrei aufnehmen.

Ihre Ehegattinnen/Ehegatten und Kinder sind ebenfalls ausgenommen und können jede Beschäftigung in Österreich bewilligungsfrei ausüben, solange die Angehörigeneigenschaft besteht.

Info ACHTUNG

Als wissenschaftliche bzw. forscherische Tätigkeit (einschließlich des künstlerischen Bereichs) gelten nicht:
  • rein pädagogische und administrative Tätigkeiten in wissenschaftlichen Einrichtungen
  • künstlerische Tätigkeiten in Kunstgewerbebetrieben oder bei künstlerischen Veranstaltungen wie Variete-, Tanz- und Zirkusvorstellungen und dergleichen
  • die Vermittlung von Künstlern
  • reine Labortätigkeiten ohne wissenschaftliche Anforderungen

Die Wissenschaftlerin/der Wissenschaftler bzw. die Forscherin/der Forscher muss eine konkrete Arbeitgeberin/einen konkreten Arbeitgeber nennen, der oder die ihn oder sie zu beschäftigen beabsichtigt.

Arbeitgeberin/Arbeitgeber können sein:

  • Universitäten und gleichwertige Forschungseinrichtungen
    Als gleichwertig gelten alle öffentlichen oder nicht auf Gewinn gerichteten privaten Einrichtungen (z.B. Privatuniversitäten, private wissenschaftliche Institute), die der Weiterentwicklung der Wissenschaft und Forschung in Österreich dienen.
  • Jedes private Unternehmen, wenn die Beschäftigung des Forschers oder der Forscherin im Rahmen des betrieblichen Zwecks der wissenschaftlichen Forschung dient
    Das Unternehmen muss keine eigene Forschungsabteilung haben

Wissenschaftler und Forscher als Schlüsselkräfte

Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftler bzw. Forscherinnen/Forscher erfüllen hinsichtlich ihrer Qualifikationen und der ihnen gebotenen Entlohnung in der Regel auch die Kriterien für den Erhalt einer Rot-Weiß-Rot – Karte.

Inhaltlicher Stand: 07.01.2019
Abgenommen durch: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz
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