Starke Exportdynamik im ersten Quartal

Ergebnisse des OeNB-Exportindikators von April 2017

Im Jänner 2017 sind die Güterexporte mit einem Plus von 18,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat sehr stark angestiegen.

Dazu beigetragen haben vor allem zwei Sondereffekte:

  • Erstens hatte der Jänner 2017 um zwei Arbeitstage mehr als der Vorjahresmonat. Das erklärt gemeinsam mit saisonalen Effekten 6,5 Prozentpunkte des Anstiegs.
  • Zweitens stiegen die Exporte nach Frankreich aufgrund eines Sondereffekts im Bereich der pharmazeutischen Industrie um 215 Prozent. 

Dies führt zu einer Steigerung von 8,2 Prozentpunkte im Bereich der gesamten Güterexporte. Bereinigt man um diese Sondereffekte, so zeigt sich im Jänner mit einem bereinigten Wachstum von 3,7 Prozent immer noch eine dynamische Entwicklung.

Eine regionale Betrachtung zeigt, dass neben den Exporten nach Frankreich (Zeitraum: Jänner 2017) auch die Exporte in alle wichtige Regionen gesteigert werden konnten. Auf dem wichtigsten österreichischen Zielmarkt, Deutschland, wurden um 12,2 Prozent mehr Güter abgesetzt. Auch die Exporte nach Russland stiegen nach drei Jahren mit teils kräftigen Umsatzeinbußen im Jänner wieder (plus 65 Prozent). Russlands Anteil an den gesamten Exporten beträgt insgesamt jedoch nur mehr 1,5 Prozent.

Der Sondereffekt bei den pharmazeutischen Exporten nach Frankreich dominiert auch die Betrachtung nach Gütergruppen. Die Exporte von chemischen Erzeugnissen sind im Jänner um 68 Prozent gestiegen.

Aber auch andere Gütergruppen zeigten in diesem Monat eine starke Dynamik:

  • Brennstoffe und Energie: plus 33 Prozent
  • Fahrzeuge: plus 21 Prozent
  • Rohstoffe: plus 14 Prozent
  • Maschinen: plus 12 Prozent
  • Nahrungsmittel: plus 9 Prozent.

Nur die Gütergruppe "sonstige Fertigwaren" (minus 4 Prozent) verzeichnete einen Rückgang.

Der ausführliche Bericht der OeNB "Ein Exportfrühindikator für Österreich auf Basis der Lkw-Fahrleistung" findet sich hier.

Stand: 11.05.2017

Abgenommen durch:
  • USP-Redaktion
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