Österreichs Klein- und Mittelbetriebe sind unter Europas Besten

Österreich im EU-Vergleich besonders wettbewerbsfähig

Die aktuelle Leistungsüberprüfung der EU-Kommission stellt Österreichs KMU-Sektor ein gutes Zeugnis aus. Klein- und Mittelbetriebe sind das Rückgrat der heimischen Wirtschaft und sichern gemeinsam mit vielen Leitbetrieben Wachstum und Beschäftigung im Land. Von 2010 bis 2015 wuchs die Wertschöpfung durch KMUs mit einer durchschnittlichen Rate von drei Prozent pro Jahr, insgesamt um 16 Prozent. Die Beschäftigung wuchs um insgesamt sieben Prozent, wodurch mehr als 122.000 Arbeitsplätze geschaffen wurden.

Bei vier Kategorien liegt Österreich über dem EU-Durchschnitt: bei der Internationalisierung, beim Thema Nachhaltigkeit, Umwelt und Energie, bei Weiterqualifizierung und Innovation sowie bei der Positionierung im Binnenmarkt. Seit der Einführung des Small Business Act im Jahr 2008 konnte sich Österreich in sechs Bereichen verbessern.

Für KMUs liegen künftige Herausforderungen insbesondere beim Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten. Wichtige Impulse wird die neue KMU-Investitionszuwachsprämie setzen, die 2017 und 2018 ein Volumen von insgesamt 175 Millionen Euro aufweist

Zur Verbesserung der Situation der KMUs haben u.a. die erweiterte Genehmigungsfreistellung und das neue "Gewerbeinformationssystem Austria" (GISA) beigetragen, womit Gewerbeanmeldungen, Standortverlegungen und Betriebseröffnungen deutlich leichter möglich sind. Von der elektronischen Gewerbeanmeldung haben bereits 30.000 zusätzliche Betriebe Gebrauch gemacht und sich damit in Summe 16,5 Millionen Euro erspart. Deutliche Verbesserungen enthält zudem der aktuelle Reformentwurf für die Gewerbeordnung - von kostenlosen Anmeldungen über die Erweiterung der Nebenrechte bis zu umfassenden Erleichterungen des Anlagenrechts.

Stand: 12.12.2016

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  • USP-Redaktion
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