Qualifizierungsoffensive für Klein- und Mittelbetriebe

Weiterbildung direkt im Betrieb und in der Virtuellen Realität mittels Datenbrille

Das Infrastrukturministerium startet ein fünf Millionen Euro schweres Projekt, um Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer für die Industrie 4.0 zu qualifizieren. Das Programm Fit 4 4 richtet sich dabei an Niedrigqualifizierte in Klein- und Mittelbetrieben. Vor allem einfache Routinetätigkeiten werden durch die Digitalisierung wegfallen. Herzstück des Projektes ist die Fortbildung direkt im Betrieb, auch Datenbrillen für Trainings in der Virtuellen Realität werden zum Einsatz kommen. Das Projekt startet im Herbst 2017.

Passende Lernmodule werden gemeinsam mit Unternehmensverbünden und Bildungseinrichtungen erarbeitet. Grundlage für die Initiative Fit 4 4 ist eine neue Studie der Prospect Unternehmensberatung, die von Infrastrukturministerium, Austria Wirtschaftsservice GmbH und Arbeiterkammer Wien in Auftrag gegeben wurde. Untersucht wurde, welche Kompetenzen Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer mitbringen müssen, um auch im Zuge der Digitalisierung am Arbeitsmarkt Erfolg zu haben. Es geht auch um Fachkompetenzen.

Schon bisher stellt das Infrastrukturministerium jährlich 16 Millionen Euro für Ausbildung rund um Industrie 4.0 zur Verfügung. Mit 7 Millionen Euro jährlich werden Praktika in Forschung und Technik unterstützt. Mehr als 10.000 Schülerinnen/Schüler haben in den vergangenen acht Jahren davon profitiert. Insgesamt sechs universitäre Stiftungsprofessuren in für Österreich besonders wichtigen Industriezweigen werden mit 3,8 Millionen Euro jährlich gefördert. Weitere 3,3 Millionen Euro stehen für Pilotfabriken, also industrielle Testlabore, zur Verfügung.

Stand: 06.02.2017

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