Datenschutzverletzungen 2017

2017 weltweit mehr als 2,6 Milliarden Datensätze gestohlen oder kompromittier

Im Breach Level Index 2017 von Gemalto wurden weltweit insgesamt 2,6 Milliarden entwendete, verlorene oder preisgegebene Datensätze registriert. Damit wurden zum ersten Mal seit der Einführung des Index (2013) zwei Milliarden öffentlich bekannter Datenschutzverletzungen aufgezeichnet. Der Sicherheitsspezialist zeigt vor allem mangelhaft gesicherte Datenbanken in der Cloud durch Benutzerfehler als Hauptgrund für die erhöhten Sicherheitsrisiken in Unternehmen: Datenverlust aufgrund unsachgemäß entsorgter Datensätze, falsch konfigurierter Datenbanken und durch Fahrlässigkeit verursachter Sicherheitsprobleme führte zur Preisgabe von 1,9 Milliarden Datensätzen – um 580 Prozent mehr als 2016.  

Von den 1.765 unterschiedlichen Verstößen im Jahr 2017 war Identitätsdiebstahl mit 69 Prozent die häufigste Form der Datenschutzverletzung. 72 Prozent aller belegten Angriffe erfolgten durch Außenstehende mit böswilligen Absichten. Hauptziel der Angriffe waren vor allem Organisationen im Gesundheits- und Finanzsektor (22 Prozent bzw. 12 Prozent) sowie im Einzelhandel (11 Prozent). Auch Regierungsbehörden (11 Prozent) und Bildungseinrichtungen (11 Prozent) gehörten 2017 zu den Opfern von Cyberangriffen. 

Gemalto Breach Level Index

Der Breach Level Index ist eine weltweite Datenbank, die Datenverstöße verfolgt und nach Art der gefährdeten Daten, der Zugriffsmethode und der Art des Verstoßes analysiert. Jedem Vorfall wird auf einer Bewertungsskala ein Schweregrad von 1 bis 10 zugeteilt. Als Datenschutzverletzung gilt ein Störangriff, wenn die gefährdeten Daten grundlegende Informationen wie Name, Adresse bzw. Telefonnummer enthalten.

Ausführliche Informationen zum Breach Level Index 2017 finden sich auf der Seite des IKT-Sicherheitsportals.

Stand: 06.06.2018

Abgenommen durch:
  • USP-Redaktion
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