Österreich erzeugt Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

Weltpremiere: Forschungsprojekt "Underground Sun Conversion"

In Österreich wird erstmals erneuerbares Erdgas aus Sonnen- und Windenergie erzeugt. Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) und der Klima- und Energiefonds haben am Donnerstag den Startschuss zum weltweit einzigartigen Forschungsvorhaben "Underground Sun Conversion" gegeben. Sie fördern das Projekt mit 4,9 Millionen Euro, federführend verantwortlich ist die RAG (Rohöl-Aufsuchungs AG).

In der "Underground Sun Conversion" wird in Pilsbach in Oberösterreich zunächst Wasserstoff aus Sonnen- oder Windenergie und Wasser gewonnen. Der Wasserstoff wird gemeinsam mit Kohlendioxid in Erdgaslagerstätten in mehr als tausend Meter Tiefe gepumpt. Dort wandeln natürlich vorhandene Mikroorganismen das Gemisch in wenigen Wochen in erneuerbares Erdgas um. Die Erdgasproduktion aus Sonnen- und Windenergie hat neben der Zeitersparnis weitere Vorteile: Sie bindet Kohlendioxid und kann aus erneuerbaren Quellen gewonnene Energie speichern. Zudem ist die nötige Infrastruktur für Lagerung und Transport von Erdgas bereits vorhanden.

"Underground Sun Conversion" ist der Nachfolger des ebenfalls von der RAG durchgeführten und von BMVIT und dem Klima- und Energiefonds geförderten Forschungsprojekts "Underground Sun Storage", in dem Sonnen- und Windenergie unterirdisch gespeichert wurden. Dem Konsortium unter Leitung der RAG gehören auch die Montanuniversität Leoben, die Universität für Bodenkultur Wien, das Austrian Centre of Industrial Biotechnology, das Energieinstitut der Johannes Kepler Universität Linz und die Axiom Angewandte Prozesstechnik GmbH an. Die Gesamtkosten von "Underground Sun Conversion" betragen 8 Millionen Euro.

Stand: 06.03.2017

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