Beschwerde gegen Finanzbescheide

Aktuelle Informationen über Beschwerde gegen Finanzbescheide, Beschwerdefrist, Form und Inhalt der Beschwerdeschrift, Folgen einer Beschwerde etc.
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Information für Einsteiger

Von den Finanzämtern werden als abschließende Erledigungen Bescheide erlassen. Wenn Sie mit einer behördlichen Entscheidung nicht einverstanden sind, haben Sie das Recht, gegen Bescheide, welche die Abgabenbehörden (sprich Finanzämter) erlassen haben, das Rechtsmittel einer Beschwerde zu ergreifen (§ 243 Bundesabgabenordnung – BAO). Bei einer Stattgabe lassen sich damit jene Nachteile, die sich aufgrund des Bescheides ergeben hätten, beseitigen.

Ein wesentlicher Vorteil des Beschwerdeverfahrens ist jener, dass Sie auch neue Tatsachen und Beweise geltend machen sowie neue Anträge stellen können (kein Neuerungsverbot, § 270 Bundesabgabenordnung – BAO). So haben Sie die Möglichkeit, Fehler, die auf Ihr Verschulden zurückzuführen sind, korrigieren zu lassen (z.B. Nachholung vergessener Steuerabsetzposten). Aber: Die Rechtsmittelbehörde kann im Zuge des Rechtsmittelverfahrens den angefochtenen Bescheid nach jeder Richtung abändern. Ein neuer Bescheid kann so zu Ihrem Nachteil erlassen werden (sogenannte "Verböserung").

Rechtsgrundlagen

§§ 243 und 270 Bundesabgabenordnung (BAO)

Stand: 08.07.2016

Abgenommen durch:
  • Bundesministerium für Finanzen
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