Rechnungslegung von Genossenschaften

Inhaltliche Beschreibung

Vorstände von Genossenschaften müssen dafür sorgen, dass ein dem Unternehmen entsprechendes Rechnungswesen geführt wird. Eine aufsichtsratspflichtige Genossenschaft hat ein den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes internes Kontrollsystem einzurichten.

 Der Vorstand muss weiters erstellen:

  • Einen Jahresabschluss oder sonstigen Rechnungsabschluss
  • Einen Bericht, in dem angeführt sind
    • Angaben über den Geschäftsverlauf und die Lage des Unternehmens
    • Entwicklung des Mitgliederstands
    • Geschäftsanteile und entsprechende Haftsummen und geleistete Beträge

HINWEIS Die Erfüllung des Genossenschaftszwecks muss in dem Bericht beinhaltet sein.

Der Jahresabschluss und der Bericht müssen dem Aufsichtsrat, falls ein solcher besteht, zur Prüfung und zur Weiterleitung an die Generalversammlung vorgelegt werden. Ein Aufsichtsrat ist zu bestellen, wenn die Genossenschaft dauernd mindestens vierzig Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer beschäftigt.

Genossenschaften, die bestimmte Größenmerkmale übersteigen, sind zur Einreichung des Jahresabschlusses beim Firmenbuch verpflichtet.

Betroffene Unternehmen

Jede Genossenschaft  

Fristen

  • In den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahrs: Vorlage des Jahresabschlusses und des Berichts an die Mitglieder des Aufsichtsrats, wenn vorhanden
  • Bei Genossenschaften, die bestimmte Größenmerkmale übersteigen, spätestens neun Monate nach dem Bilanzstichtag: Einreichung des Jahresabschlusses und des Berichts bei Gericht  

Zuständige Stelle

Einreichung des Jahresabschlusses beim Firmenbuchgericht:

Das Landesgericht, in dessen Sprengel die Genossenschaft ihren Sitz hat

Rechtsgrundlagen

Genossenschaftsgesetz (GenG)  

Experteninformation

Es steht keine Experteninformation zur Verfügung.

Stand: 01.01.2017

Abgenommen durch:
  • Bundesministerium für Justiz

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