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Mindestkörperschaftsteuer

Bei unbeschränkt steuerpflichtigen inländischen Kapitalgesellschaften und diesen vergleichbaren unbeschränkt steuerpflichtigen ausländischen Körperschaften fällt – sowohl bei Gewinn als auch bei Verlust – eine sogenannte "Mindestkörperschaftsteuer" an. Diese Mindestkörperschaftsteuer geht aber nicht verloren. Wäre die tatsächliche Körperschaftsteuer des laufenden Jahres wegen eines geringen Gewinnes (oder wegen eines Verlustes) kleiner oder Null, so wird die Differenz zur entrichteten Mindestkörperschaftsteuer in späteren Jahren, in denen höhere Gewinne anfallen, wie eine Vorauszahlung angerechnet.

Die Mindestkörperschaftsteuer knüpft an die für die Gründung einer Körperschaft erforderliche gesetzliche Mindesthöhe des Grund- oder Stammkapitals an. Die kalendervierteljährlich zu entrichtende Mindeststeuer beträgt pro Kalenderjahr 5 Prozent des gesetzlichen Mindestgrund- bzw. Mindeststammkapitals. Ändert sich die für die Mindeststeuer maßgebliche Rechtsform während eines Kalendervierteljahres, ist dafür die am Beginn des Kalendervierteljahres bestehende Rechtsform maßgebend.

Das Mindestgrundkapital einer Aktiengesellschaft (AG) beträgt 70.000 Euro. Die davon kalendervierteljährlich zu entrichtende Mindeststeuer in Höhe von 5 Prozent beträgt somit 3.500 Euro.

Das Mindeststammkapital von GmbHs (Gesellschaften mit beschränkter Haftung) beträgt 35.000 Euro. Die kalendervierteljährlich zu entrichtende Mindeststeuer beträgt pro Kalenderjahr 5 Prozent des gesetzlichen Mindeststammkapitals von 35.000 Euro, insgesamt somit 1.750 Euro.

Nach dem 30. Juni 2013 gegründete GmbHs haben jedoch lediglich eine reduzierte Mindeststeuer für die ersten fünf Kalenderjahre nach der Gründung von 500 Euro und für die folgenden fünf Kalenderjahre von 1.000 Euro pro Kalenderjahr zu entrichten (steuerliches Gründungsprivileg). Eine am 1. Jänner 2018 neu gegründete GmbH hat folglich in diesem Jahr insgesamt 500 Euro zu je einem Viertel am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November zu entrichten.

Inhaltlicher Stand: 01.01.2019
Abgenommen durch: Bundesministerium für Finanzen
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