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Kleinunternehmerpauschalierung

Inhaltliche Beschreibung

Im Einkommensteuergesetz (EStG) finden sich im § 17 Abs 3a Bestimmungen zur Kleinunternehmerpauschalierung. Kleinunternehmerinnen/Kleinunternehmer können ab der Veranlagung 2020 im Rahmen der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ihren Gewinn pauschal ermitteln.

Die Pauschalierung kann angewendet werden, wenn die im Veranlagungsjahr insgesamt erzielten Umsätze im Sinne des § 1 Abs 1 Z 1 UStG 1994 nicht mehr als 35.000 Euro betragen (einmalige Toleranzgrenze 40.000 Euro). Die pauschale Gewinnermittlung betrifft Einkünfte aus selbstständiger Arbeit oder Gewerbebetrieb mit Ausnahme von Einkünften aus einer Tätigkeit eines Gesellschafter-Geschäftsführers gemäß § 22 Z 2 zweiter Teilstrich als Aufsichtsratsmitglied oder als Stiftungsvorstand.

Die pauschalen Betriebsausgaben betragen 45 Prozent der Betriebseinnahmen aus Umsätzen (bzw. 20 Prozent bei einem Dienstleistungsbetrieb). Neben den pauschalen Betriebsausgaben können nur noch bestimmte Beiträge zur Pflichtversicherungsbeiträge berücksichtigt werden. Ob ein Betrieb als Dienstleistungsbetrieb anzusehen ist, ist in einer Verordnung des Bundesministeriums für Finanzen geregelt.

Der Gewinn ergibt sich aus den Betriebseinnahmen (ohne Umsatzsteuer) abzüglich den pauschal ermittelten Betriebsausgaben (45 Prozent oder 20 Prozent) und den Pflichtversicherungsbeiträgen.

Die Kleinunternehmerpauschalierung ist grundsätzlich auch für Mitunternehmerschaften anwendbar.

Unternehmerinnen/Unternehmer können aus den für sie anwendbaren Pauschalierungen die für sie günstigste auswählen. Wird von der Kleinunternehmerpauschalierung freiwillig auf eine andere Form der Gewinnermittlung übergegangen, ist eine erneute Anwendung der Kleinunternehmerpauschalierung frühestens nach Ablauf von drei Wirtschaftsjahren zulässig.

Zusätzliche Informationen

Rechtsgrundlagen

§§ 17, 22 und 23 Einkommensteuergesetz (EStG)

Experteninformation

Es steht keine Experteninformation zur Verfügung.

News - Steuern & Finanzen

Inhaltlicher Stand: 31.01.2020
Abgenommen durch: Bundesministerium für Finanzen
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