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Betriebsausgabenpauschalierung

Bei der Betriebsausgabenpauschalierung kann man seine Betriebsausgaben in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes der erzielten Nettoeinnahmen berechnen. Daher befreit die Pauschalierung die Unternehmerin/den Unternehmer nicht von ihrer/seiner Verpflichtung, die Umsätze aufzuzeichnen.

Im Einkommensteuergesetz (EStG) finden sich im § 17 Abs 1 bis 3 allgemeine Bestimmungen zur Betriebsausgabenpauschalierung, die Einkünften aus selbständiger Arbeit (im Sinne des § 22 EStG) und Gewerbetrieb (im Sinne des § 23 EStG) beanspruchen können. Man spricht auch von der sogenannten "Basispauschalierung Einkommensteuer".

Daneben enthält § 17 Abs 4 und 5 EStG noch die Ermächtigung, dass die Bundesministerin/der Bundesminister für Finanzen per Verordnung Durchschnittssätze für Gruppen von Steuerpflichtigen aufstellt. Basierend auf diesem Recht hat die Finanzministerin/der Finanzminister in einer Verordnung für verschiedene Gewerbezweige Prozentsätze festgelegt, die zwecks Berechnung der Betriebsausgaben auf die Nettoumsätze anzuwenden sind ("Branchenpauschalierung Einkommensteuer"). Daneben gibt es auch noch spezielle Branchenpauschalierungen.

Sie haben allerdings die Wahl – bei Zutreffen der jeweiligen Voraussetzungen – entweder Ihren Gewinn nach den allgemeinen Bestimmungen der Basispauschalierung (§ 17 EStG) oder aber nach den speziellen Regeln der Branchenpauschalierung zu ermitteln.

Rechtsgrundlagen

§§ 17, 22 und 23 Einkommensteuergesetz (EStG)

Letzte Aktualisierung: 03.02.2020
Für den Inhalt verantwortlich: Bundesministerium für Finanzen
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