Melde- und Kommunikationsinfrastruktur

Worum geht's?

Das USP erweitert die Palette der Services für Behörden um eine integrierte Kommunikationsplattform zwischen Unternehmen und Behörden. Dazu stellt das USP Behörden eine E-Government-Toolbox zur Verfügung, mit deren Hilfe direkt im USP Formulare und Webservice-Schnittstellen zur Meldungseinbringung erstellt werden. Formulare und die dazugehörige Kommunikationsplattform für Unternehmen können dabei sowohl im USP als auch im Partnerportal angezeigt werden.

Die Daten werden über standardisierte Schnittstellen vom USP an die Behörde weitergeleitet. In weiterer Folge können Behörden die Unternehmen über den Status ihrer Anträge informieren, Nachforderungen auf elektronischem Wege übermitteln oder Zustellungen vornehmen – alles über das USP.

Die Kernfunktionalitäten der Melde- und Kommunikationsinfrastruktur aus Sicht der Behörde sind:

  1. Meldungserstellung und Administration: Behörden können im USP Formulare und Webservices einfach selbst erstellen oder durch Dritte bzw. das USP-Redaktionsteam erstellen lassen und Einbringungsschnittstellen (wie kommt die Meldung zur Behörde) festlegen.
  2. Statusübermittlung: Behörden können den aktuellen Bearbeitungsstatus von über das USP eingebrachten Anbringen übermitteln.
  3. Nachforderungen und Zustellungen: Nachforderungen zu übermittelten Anbringen können dem Unternehmen ebenfalls über das USP mitgeteilt werden.
  4. Signaturfunktion: Meldungen aus dem USP können mit einer Signatur versehen werden.
  5. Vorbefüllung: Formulare werden nach Möglichkeit mit Registerdaten und Daten aus Verwaltungsverfahren vorbefüllt. Das sorgt für minimalen Meldeaufwand bei Unternehmen und hohe Datenqualität bei den Behörden.

Für Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies:

  • Nutzerorientiert
    • Lebens- und Unternehmenssituationen werden als ein einziger Prozess bewältigt
    • Dazugehörende Online-Verfahren können über Single Sign-on aufgerufen werden, z.B. WEBEKU, FinanzOnline
  • Online
    • Meldungen können online gespeichert werden. Somit kommt es bei EDV-Problemen nicht zu einem Datenverlust.
    • Nachvollziehbarkeit wie in echten Online-Verfahren für Nutzerinnen/Nutzer: Wann, wer und was wurde bearbeitet und abgesendet?
    • Archiv alter Meldungen
  • Einfach und flexibel
    • Zeitersparnis und Komfort durch dynamische Formulare und Vorbefüllung mit Daten aus Registern. Nachweise können entfallen (§ 17 Abs 2 E-Government-Gesetz)
    • Einfache Workflows, etwa wenn vorbereitende Schritte (Sachbearbeiterinnen/Sachbearbeiter) und Genehmigung (Geschäftsführung) auseinanderfallen
    • Unternehmen können Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter für Meldungen berechtigen und verwalten
    • Zugang mittels USP-Kennung/FinanzOnline-Kennung oder Handy-Signatur
    • WAI-Konformität AA

Was sind die Vorteile für meine Behörde?

  • Einsparungen durch weniger Papierprozesse
  • Kostengünstige Umsetzung von elektronischen Formularen
  • Bereitstellung von Webservices ohne Zusatzaufwand
  • Kürzere Durchlaufzeiten durch vollelektronische Prozesse
  • Hohe Datenqualität durch Vorbefüllung und elektronische Formulare mit zahlreichen Validierungsoptionen
  • Höchste Standards bei Sicherheit, Datenschutz und Verfügbarkeit
  • Hohe Online-Durchdringung und Identifizierung und Authentifizierung über das USP
  • Formulare können sowohl im USP als auch im Portal der Behörde platziert werden
  • Zahlreiche Arten von Einbindungen in die Backend-Systeme der Behörden sind möglich
  • Zugang zu den Funktionen des USP über Behördenportalverbund

Wie funktioniert's?

Wenn Sie sich dafür entschieden haben, die integrierte Meldeinfrastruktur des USP zu nutzen, sind es nur noch wenige Schritte bis zur Umsetzung Ihrer Informationsverpflichtungen und zum Zugriff auf Ihre Formulare:

  1. Definition des Kooperationsumfangs mit dem USP – Welche Art der Einbringung benötige ich? Welche optionalen Funktionen möchte ich nutzen (z.B. Statusmeldungen, Zustellung)?
  2. Abschluss einer datenschutzrechtlichen Dienstleistungsvereinbarung mit dem BMF
  3. Umsetzung von Formularen und Webservices in Abstimmung mit dem USP-Redaktionsteam
  4. Festlegung der Einbringungsschnittstelle(n)
  5. Festlegung der Art der Rückkommunikation, wenn gewünscht (E-Mail, Webservices, ELAK, Benutzeroberfläche)
  6. Testen der definierten Formulare und Webservices sowie Kommunikationsschnittstellen
  7. Go-Live

Stand: 01.01.2018

Abgenommen durch:
  • Bundesministerium für Finanzen
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