Finanzamt – Anzeige

Inhaltliche Beschreibung

Gibt man die unternehmerische Tätigkeit – egal aus welchen Gründen – auf, muss diese Tatsache dem Finanzamt mitgeteilt werden.

HINWEIS Im Insolvenzfall erfolgt die Verständigung des Finanzamts durch das Gericht bzw. durch die Masseverwalterin/den Masseverwalter oder eine Sanierungsverwalterin/einen Sanierungsverwalter.

Fristen

Spätestens einen Monat nach Beendigung der unternehmerischen Tätigkeit.

Zuständige Stelle

Bei Körperschaften und Personengesellschaften ohne eigene Rechtspersönlichkeit (z.B. OG, KG, GesBR) ist die Beendigung der unternehmerischen Tätigkeit dem Betriebsfinanzamt zu melden.

Erforderliche Unterlagen

  • Formloses Schreiben oder
  • Formular Verf25 (Fragebogen anlässlich der Aufgabe einer gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit)
  • Bei Tod der Gesellschafterin/des Gesellschafters – jedoch nur, wenn dadurch die Gesellschaft beendet wird: zusätzlich
    • Einantwortungsbeschluss – jedoch nur, sofern schon vorhanden (ausgestellt durch das Verlassenschaftsgericht bzw. Bezirksgericht)

Die erforderlichen Unterlagen können persönlich, per Post, per Fax oder über FinanzOnline eingereicht werden.

Im USP registrierte Unternehmerinnen/Unternehmer haben die Möglichkeit, FinanzOnline und viele weitere Online-Verfahren mit einem einzigen Einloggen im USP zu nutzen. Nähere Informationen zur Registrierung im USP finden sich im Online Ratgeber zur USP-Registrierung.

Kosten

Es fallen keine Gebühren und Abgaben an.

Zusätzliche Informationen

Nach dem Tod einer Gesellschafterin/eines Gesellschafters bleibt die Gesellschaft grundsätzlich weiterhin bestehen. Es findet lediglich eine Änderung der Gesellschafterzusammensetzung statt. Für diese Änderung wird das Formular Verf60 (Feststellungsverfahren gemäß § 188 BAO/Wartung von Beteiligten) benötigt. Entscheiden sich die verbleibenden Gesellschafterinnen/der verbleibende Gesellschafter zur Auflösung der Gesellschaft, sind die oben genannten Unterlagen vorzulegen. Wenn die Gesellschaft eine juristische Person ist, tritt durch den Tod einer Gesellschafterin/eines Gesellschafters in der Regel keine Änderung bei der Gesellschaft ein.

ACHTUNG Sollten noch Rückstände beim Finanzamt offen sein, so müssen diese noch bezahlt werden. Nach Bezahlung dieser Rückstände wird vom Finanzamt für eingetragene Unternehmen eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausgestellt, die zur Löschung der Gesellschaft aus dem Firmenbuch vorgelegt werden muss.

Falls noch ein Guthaben beim Finanzamt vorhanden ist, erfolgt eine Rückzahlung durch das Finanzamt.

Experteninformation

Es steht keine Experteninformation zur Verfügung.

Zum Formular

  • Formular Verf25 (Fragebogen anlässlich der Aufgabe einer gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit)
  • Formular Verf60 (Feststellungsverfahren gemäß § 188 BAO/Wartung von Beteiligten)

Stand: 01.01.2018

Abgenommen durch:
  • Bundesministerium für Finanzen

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