Außergerichtliche Sanierung (Vergleich)

Die außergerichtliche Sanierung bezeichnet eine Einigung zwischen der Schuldnerin/dem Schuldner und den Gläubigerinnen/Gläubigern ohne Einschaltung eines Gerichts. Es handelt sich um eine Art privatrechtlichen Vertrag.

Vorteil:

  • Es fallen keine Gerichtskosten an.
  • Die Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens wird nicht öffentlich gemacht.

Fristen

Über eine außergerichtliche Sanierung kann bis zu 60 Tage ab Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder der Überschuldung verhandelt werden.

Spätestens 60 Tage ab Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder der Überschuldung muss ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt werden.

HINWEIS Ein Vergleich kann auch schon vor Eintreten der Zahlungsunfähigkeit durchgeführt werden.

TIPP Bei einer geringen Anzahl an Gläubigerinnen/Gläubigern sollte das direkte Gespräch – vor allem mit der Hauptgläubigerin/dem Hauptgläubiger – gesucht und die Ergebnisse schriftlich festgelegt werden. Insbesondere bei einer Vielzahl von Gläubigerinnen/Gläubigern kann ein so genannter "Schimmelbrief" ausgeschickt werden.

Stand: 01.01.2014

Abgenommen durch:
  • Bundesministerium für Justiz
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