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Verbot von Einwegkunststofftragetaschen ("Plastiksackerl")

Ab dem 1. Jänner 2020 ist das Inverkehrbringen von Einwegkunststofftragetaschen ("Plastiksackerl") verboten. 

Das Verbot gilt generell in allen Branchen des Handels, in denen Kunststofftragetaschen an Letztverbraucherinnen/Letztverbraucher abgegeben werden, u.a. auch in Supermärkten, Modegeschäften und Möbelhäusern.

Bis Ende 2020 gilt eine einjährige Abverkaufsfrist für Händlerinnen/Händler bzw. für Herstellerinnen/Hersteller, die z.B. Tragetaschen mit speziellen Logos bereits bestellt oder produziert haben.

Kunststofftragetaschen ("Plastiksackerl") werden definiert als Taschen mit Tragegriff oder Durchgriff aus Kunststoff.

Nicht betroffen von dem Verbot sind:

  • Biologisch abbaubare und aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellte, sehr leichte Tragetaschen (Obst- oder Knotenbeutel). Sie schädigen die Umwelt nicht und sind im Frischebereich (Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch) aus hygienischen Gründen notwendig. Die maximal erlaubte Wandstärke beträgt 0,015 Millimeter.
  • Mehrwegtaschen aus Kunststoffgewebe mit vernähten Verbindungen oder mit vernähten Tragegriffen oder Tragegriffen, die eine entsprechende Stabilität aufweisen und für den mehrmaligen Gebrauch konzipiert sind.
  • Müllsäcke, Hundekotsackerl oder Gefrierbeutel.

Die Anzahl der von dem Verbot nicht betroffenen Kunststofftragetaschen muss durch primärverpflichtete Herstellerinnen/primärverpflichtete Hersteller, die Kunststofftragetaschen erlaubterweise in Verkehr bringen, trotzdem einmal jährlich bis zum 15. März des Folgejahres an das von ihnen zur Sammlung und Verwertung beauftragte Sammel- und Verwertungssystem gemeldet werden, aufgeteilt in:

  • Sehr leichte Kunststofftragetaschen (unter 0,015 Millimeter Wandstärke)
  • Leichte Kunststofftragetaschen (mit einer Wandstärke zwischen 0,015 und 0,05 Millimeter Wandstärke)

Rechtsgrundlagen:

§§ 13j bis 13m Abfallwirtschaftsgesetz (AWG 2002)

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Inhaltlicher Stand: 01.10.2019
Abgenommen durch: Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
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