Wirtschaftstreuhandberufsgesetz 2017 (WTBG 2017) – beschlossene Änderungen

ACHTUNG Diese "Gesetzliche Neuerung" beschreibt geplante oder bereits beschlossene Regelungen zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung. Sie gibt daher unter Umständen nicht die aktuelle Rechtslage wieder.

Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt – beschlossene Neuerungen

Der bisherige Stufenbau Steuerberater − Wirtschaftsprüfer (die Wirtschaftsprüferbefugnis umfasste bisher sämtliche Steuerberaterbefugnisse) wird aufgehoben und an dessen Stelle treten zwei Wirtschaftstreuhandberufe, die durch eine gemeinsame Basis in Ausbildung und Berechtigungsumfang verbunden bleiben. Das Bundesgesetz über die Wirtschaftstreuhandberufe (Wirtschaftstreuhandberufsgesetz 2017 – WTBG 2017) wurde am 15. September 2017 im Bundesgesetzblatt I Nr. 137/2017 veröffentlicht.

Das Bundesgesetzblatt I Nr. 137/2017 findet sich auf den Seiten des Rechtsinformationssystems des Bundes (RIS). 

Die zugrunde liegende Regierungsvorlage sowie deren Verlauf finden sich auf den Seiten des österreichischen Parlaments.

Informationen zum Begriff "Bundesgesetzblatt" finden sich auf USP.gv.at.

Inhalt des Gesetzes

Die wesentlichen Eckpunkte des Gesetzes lauten:

Ziele

  • Mit der Neuordnung der Berufsgruppen Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, der damit einhergehenden Neugestaltung der Fachprüfungen und der Anpassung der Befugnisse der Wirtschaftstreuhänder, sollen eine Anpassung an international übliche Ausgestaltungen der Berufe und ein schnellerer Berufszugang gewährleistet sowie den geänderten Anforderungen der Klienten an die Wirtschaftstreuhänder Rechnung getragen werden.
  • Weiters werden die Bestimmungen der 4. Geldwäsche-RL und der Abschlussprüfungs-RL umgesetzt.

Inhalt

  • Die Berufsgruppen werden insofern neu geordnet, als der bisherige Stufenbau Steuerberater − Wirtschaftsprüfer (die Wirtschaftsprüferbefugnis umfasste bisher sämtliche Steuerberaterbefugnisse) aufgehoben wird und an dessen Stelle zwei Wirtschaftstreuhandberufe treten, die durch eine gemeinsame Basis in Ausbildung und Berechtigungsumfang verbunden bleiben.
  • Demzufolge werden auch die Prüfungsverfahren neu gestaltet und tritt anstelle der bisher getrennten Prüfungsverfahren nunmehr ein einheitliches Verfahren, das für alle Kandidaten bereits nach eineinhalb Jahren als Berufsanwärter begonnen werden kann.
  • Weiters werden die Befugnisse der Wirtschaftstreuhänder, insbesondere in Hinblick auf ihre Funktion als umfassender Berater und Vertreter der Unternehmer, angepasst.

Inkrafttreten

Zum besseren Verständnis und zur leichteren Lesbarkeit gilt in diesem Text bei allen personenbezogenen Bezeichnungen die gewählte Form für beide Geschlechter.

Stand: 15.09.2017

Abgenommen durch:
  • Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
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