Berufsausbildungsgesetz – beschlossene Änderungen

Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt – beschlossene Änderungen

Zur Vermeidung von Drop-outs werden Betriebe und Lehrlinge künftig durch gezielte Beratungs-, Betreuungs- und Unterstützungsleistungen gefördert werden. Das Bundesgesetz zur Änderung des Berufsausbildungsgesetzes wurde am 29. Dezember 2011 im Bundesgesetzblatt I Nr. 148/2011 veröffentlicht.

Das Bundesgesetzblatt I Nr. 148/2011 findet sich auf den Seiten des Rechtsinformationssystems des Bundes (RIS).

Die zugrunde liegende Regierungsvorlage sowie deren Verlauf finden sich auf den Seiten des österreichischen Parlaments.

Informationen zum Begriff "Bundesgesetzblatt" finden sich auf USP.gv.at.

Inhalt des Gesetzes

Die wesentlichen Eckpunkte des Gesetzes lauten:

  • Beihilfen und ergänzende Unterstützungsstrukturen zur Erhöhung der Chancen auf eine erfolgreiche Berufsausbildung und zur Anhebung der Ausbildungsbeteiligung
    Zur Vermeidung von Drop-outs im Rahmen der betrieblichen Lehrausbildung, zur Unterstützung der Betriebe bei der Ausbildung und zur Erhöhung der Ausbildungsbeteiligung insbesondere in Bereichen mit wenigen Ausbildungsbetrieben oder Lehrlingen werden Betriebe und Lehrlinge durch gezielte Beratungs-, Betreuungs- und Unterstützungsleistungen künftig gefördert werden.
  • Nähere Bestimmungen zu diesen Maßnahmen
    Die näheren Bestimmungen über Art, Höhe, Dauer, Gewährung und Rückforderbarkeit der Beihilfen zur Erhöhung der Chancen auf eine erfolgreiche Berufsausbildung und zur Anhebung der Ausbildungsbeteiligung werden durch Richtlinien der Bundesministerin/des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend im Einvernehmen mit der Bundesministerin/dem Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz festgelegt werden.
  • Praktische Prüfung bei der "Lehrabschlussprüfung im zweiten Bildungsweg"
    Um im Sinne der Stärkung des lebensbegleitenden Lernens und des Prinzips der Anerkennung informell und non-formal erworbener Fertigkeiten und Kenntnisse eine eindeutige Rechtsgrundlage für diese Formen der Qualifizierung und Zertifizierung zu schaffen, wird im Berufsausbildungsgesetz die Möglichkeit verankert, dass bei der "Lehrabschlussprüfung im zweiten Bildungsweg" auf Antrag auch Teile der praktischen Prüfung entfallen können, wenn bestehende facheinschlägige Vorqualifikationen festgestellt werden.
  • Inkrafttreten
    Inkrafttreten 1. Jänner 2012

Stand: 29.12.2011

Abgenommen durch:
  • Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
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