Land- und forstwirtschaftliches Berufsausbildungsgesetz u.a. – beschlossene Änderungen

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Diese "Gesetzliche Neuerung" beschreibt geplante oder bereits beschlossene Regelungen zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung. Sie gibt daher unter Umständen NICHT die aktuelle Rechtslage wieder!

Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt - beschlossene Änderungen

Die integrative Berufsausbildung im land- und forstwirtschaftlichen Berufsausbildungsgesetz wird an das Berufsausbildungsgesetz (BAG) angepasst. Ein Bundesgesetz zur Änderung des Land- und forstwirtschaftliches Berufsausbildungsgesetzes (LFBAG) u.a. wurde am 6. 12. 2011 im Bundesgesetzblatt I Nr. 133/2011 veröffentlicht.

Das Bundesgesetzblatt I Nr. 133/2011 finde sich auf den Seiten des Rechtsinformationssystems des Bundes (RIS).

Die zugrunde liegende Regierungsvorlage findet sich auf den Seiten des österreichischen Parlaments.

Informationen zum Begriff "Bundesgesetzblatt" finden sich auf USP.gv.at.

Inhalt des Gesetzes

Die wesentlichen Eckpunkte dieses Gesetzes lauten:

  • Integrative Berufsausbildung im LFBAG
    Die integrative Berufsausbildung wird an das BAG angepasst. Mit behinderten Personen gemäß Behinderteneinstellungsgesetz kann bei Vorliegen gesundheitlicher Gründe eine Reduktion der täglichen und wöchentlichen Normalarbeitszeit vereinbart werden. Eine Vereinbarung über eine Wochen- bzw. Tagesarbeitszeitreduktion ist nur dann zulässig, wenn Lehrverhältnisse im Ausmaß der Reduktion der Normalarbeitszeit verlängert werden.
  • Gesetzliche Interessenvertretung in überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen
    Es erfolgt eine gesetzliche Verankerung einer Interessenvertretung der Jugendlichen in überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen. In Ausbildungseinrichtungen, die sowohl Lehrlinge im gewerblichen Bereich als auch im land- bzw. forstwirtschaftlichen Bereich ausbilden, müssen Vertrauensräte in beiden Bereichen gewählt werden.
  • Regelungen über internationale Ausbildungsprogramme für Lehrlinge
    Es werden Regelungen betreffend die Teilnahme von Lehrlingen an internationalen Ausbildungsprogrammen geschaffen. Für Ausbildungen im Ausland allgemeiner Art (z.B. zur Erlernung einer Fremdsprache) wird eine maximale Anrechnung von vier Monaten pro Lehrjahr vorgesehen. Bei facheinschlägig qualifizierenden Ausbildungen im Ausland (bezogen auf den jeweiligen Lehrberuf) ist eine auf maximal sechs Monate pro Lehrjahr erweiterte Anrechnung möglich.
  • Modernisierung des Begriffes "ländliche Hauswirtschaft"
    Die Bezeichnung der Berufsausbildung "in der ländlichen Hauswirtschaft" wird durch "im ländlichen Betriebs- und Haushaltsmanagement" ersetzt. Damit wird neuen Entwicklungen in diesem Bereich Rechnung getragen.
  • Lehre mit Matura
    Es wird die Möglichkeit einer Lehrzeitverlängerung im Zusammenhang mit anderen Ausbildlungen wie "Lehre mit Matura" nach dem Vorbild des BAG geschaffen.
  • Inkrafttreten
    Inkrafttreten mit Kundmachung
Letzte Aktualisierung: 27. Dezember 2011