Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Erfahren Sie mehr

Verordnung über den Schutz der Arbeitnehmer vor Gefahren durch den elektrischen Strom u.a. – erlassene Neuerungen

ACHTUNG: Sie befinden sich im Archiv "Gesetzliche Neuerungen"!
Diese "Gesetzliche Neuerung" beschreibt geplante oder bereits beschlossene Regelungen zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung. Sie gibt daher unter Umständen NICHT die aktuelle Rechtslage wieder!

Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt – erlassene Neuerungen

Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer werden vor Gefahren, die vom elektrischen Strom ausgehen durch zahlreiche Maßnahmen und Vorkehrungen geschützt. Die 33. Verordnung des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, mit der die Verordnung über den Schutz der Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer vor Gefahren durch den elektrischen Strom u.a. erlassen wird, wurde am 6. Februar 2012 im Bundesgesetzblatt II Nr. 33/2012 veröffentlicht.

Das Bundesgesetzblatt II Nr. 33/2012 findet sich auf den Seiten des Rechtsinformationssystems des Bundes (RIS).

Informationen zum Begriff "Bundesgesetzblatt" bzw. zum Begriff "Verordnung" finden sich auf USP.gv.at.

Inhalt der Verordnung

Die wesentlichen Eckpunkte der Verordnung lauten:

  • Schutz vor Gefahren, die vom elektrischen Strom ausgehen
    Zum Schutz der Sicherheit und der Gesundheit der Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer vor Gefahren, die vom elektrischen Strom ausgehen, müssen Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber dafür sorgen, dass elektrische Anlagen und elektrische Betriebsmittel nach den anerkannten Regeln der Technik betrieben werden, sich stets in sicherem Zustand befinden und Mängel unverzüglich behoben werden. Dabei müssen folgende Schutzmöglichkeiten eingehalten werden:
    • Basisschutz: Schutz gegen direktes Berühren
    • Fehlerschutz: Schutz bei indirektem Berühren
    • Zusatzschutz durch Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen
    • Leitungsroller: Sie sollen vorzugsweise mit eingebauter Überhitzungsschutzeinrichtung verwendet werden
  • Kontrollen und Prüfungen
    Die elektrischen Anlagen sowie die als Arbeitmittel zur Verfügung gestellten ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel dürfen nur verwendet werden, wenn die erforderlichen Kontrollen durchgeführt worden, die erforderlichen Prüfungen von Elektrofachkräften, die Kenntnisse durch Prüfung vergleichbarer Anlagen und Betriebsmittel haben, durchgeführt wurden sowie die Angaben von Herstellerinnen/Hersteller oder von Inverkehrbringerinnen/Inverkehrbringern über die Prüfungen der elektrischen Anlagen oder elektrischen Betriebsmitteln eingehalten werden.
  • Mindestinhalt bei Prüfungen
    Bei elektrischen Anlagen müssen die Prüfungen nach den vorgesehenen Bestimmungen zumindest folgende Inhalte umfassen:
    • Sichtprüfung des ordnungsgemäßen Zustandes
    • Schutzmaßnahmen gegen direktes Berühren (Basisschutz)
    • Schutzmaßnahmen bei indirektem Berühren (Fehlerschutz)
    • eventuell Schutzmaßnahmen des Zusatzschutzes
    • eventuell Erfassung des thermischen Zustandes relevanter elektrischer Betriebsmittel
  • Prüfbefund
    Die Ergebnisse der Prüfungen müssen in einem Prüfbefund festgehalten werden.
  • Arbeiten an oder in der Nähe von elektrischen Anlagen
    Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber haben dafür zu sorgen, dass vor dem Beginn von Arbeiten, die im spannungsfreien Zustand durchgeführt werden, der Arbeitsbereich eindeutig festgelegt wird und die Arbeiten nach den anerkannten Regeln der Technik durchgeführt werden.
  • Arbeiten unter Spannung
    Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass Arbeiten unter Spannung nach den anerkannten Regeln der Technik sowie nur von Elektrofachkräften oder elektrotechnisch unterwiesenen Personen durchgeführt werden, die eine für die betreffenden Arbeiten einschlägige Spezialausbildung sowie die erforderlichen Nachschulungen erhalten haben, und über die für die betreffenden Arbeiten notwendige Ausrüstung und persönliche Schutzausrüstung verfügen.
  • Blitzschutz
    Arbeitsstätten müssen mit Blitzschutzanlagen ausgestattet sein, wenn aufgrund ihrer Höhe, Flächenausdehnung, Umgebung und der zu erwartenden Blitzaktivität (Erdblitzdichte), in Relation zu Bauweise, Nutzung oder Inhalt des Gebäudes, eine Gefährdung durch Blitzschlag oder durch die Folgen eines Blitzschlags besteht. Dies gilt auch für Baustellen, soweit dies technisch möglich ist.
  • Inkrafttreten
    Inkrafttreten 1. März 2012
Letzte Aktualisierung: 6. Februar 2012

Für den Inhalt verantwortlich: USP-Redaktion