Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Erfahren Sie mehr

Rechnungslegungs-Änderungsgesetz 2014 – beschlossene Änderungen

ACHTUNG: Sie befinden sich im Archiv "Gesetzliche Neuerungen"!
Diese "Gesetzliche Neuerung" beschreibt geplante oder bereits beschlossene Regelungen zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung. Sie gibt daher unter Umständen NICHT die aktuelle Rechtslage wieder!

Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt – beschlossene Änderungen

Es kommt unter anderem zu Erleichterungen für Kleinstkapitalgesellschaften. Das Bundesgesetz zur Änderung des Unternehmensgesetzbuches u.a. wurde am 13. Jänner 2015 im Bundesgesetzblatt I Nr. 22/2015 veröffentlicht.

Das Bundesgesetzblatt I Nr. 22/2015 findet sich auf den Seiten des Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS).

Die zugrunde liegende Regierungsvorlage sowie deren Verlauf finden sich auf den Seiten des österreichischen Parlaments.

Informationen zum Begriff "Bundesgesetzblatt" finden sich auf HELP.gv.at.

Inhalt des Gesetzes

Die wesentlichen Eckpunkte des Gesetzes lauten:

Ziele

  • Förderung der europaweiten Vergleichbarkeit von Jahres- und Konzernabschlüssen
  • Erhöhung der Corporate Social Responsibility
  • Entlastung von Unternehmen
  • Annäherung an die Steuerbilanz
  • Verbesserung der Aussagekraft der Abschlüsse

Inhalt

  • Umsetzung der Bilanz-Richtlinie:
    • Neben inhaltlichen Änderungen wird auch das dritte Buch des UGB in weiten Teilen an die Diktion der Richtlinie angepasst werden.
  • Einführung eines Berichts über Zahlungen an staatliche Stellen:
    • Es wird ein Bericht über Zahlungen an staatliche Stellen für große Unternehmen eingeführt, die in der mineralgewinnenden Industrie oder auf dem Gebiet des Holzeinschlags in Primärwäldern tätig sind.
  • Erhöhung der Schwellenwerte:
    • Anpassung der Schwellenwerte an die zwischenzeitige Inflation.
  • Einführung eines Regimes für Kleinstkapitalgesellschaften:
    • Künftig werden Erleichterungen für Kleinstkapitalgesellschaften eingeführt. Die Erleichterungen sind die Befreiung von den Anhangangaben und die Senkung des Strafrahmens für Zwangsstrafen auf die Hälfte.
  • Abschaffung des Sonderpostens der unversteuerten Rücklagen:
    • Auf den Ausweis des international unüblichen Sonderpostens der unversteuerten Rücklagen soll zur Gänze verzichtet werden.
  • Erfüllungsbetrag bei Verbindlichkeiten und Rückstellungen:
    • Durch eine gesetzliche Klarstellung wird sichergestellt, dass die Abzinsung der Rückstellungen von 3,5 Prozent auch UGB-konform ist.
  • Abschaffung der Buchwertmethode bei der Kapitalkonsolidierung:
    • Nachdem Deutschland die Buchwertmethode bereits mit dem BilMOG, das
      bereits vor mehr als fünf Jahren in Kraft getreten ist, abgeschafft hat, ist diese Methode international weitgehend unbedeutend geworden.
  • Neuregelung des Ausweises von latenten Steuern und eigenen Aktien:
    • Der Ausweis der latenten Steuern wird auf das bilanzorientierte "temporary concept" umgestellt, und die eigenen Aktien sind als Vorposten des Nennkapitals auszuweisen.
  • Erleichterungen bei den Zwangsstrafen:
    • Die Zwangsstrafen-Regelung wird in vier Punkten erleichtert: Zum Einen wird der Strafrahmen für Kleinstkapitalgesellschaften abgesenkt. Zum Zweiten wird verhindert, dass mehrere Zwangsstrafverfügungen für unterschiedliche Strafzeiträume von ein und demselben Jahresabschluss kumuliert werden können. Weiters wird vorgesehen, dass für die Dauer eines Insolvenzverfahrens keine Zwangsstrafverfügung zu verhängen ist. Schließlich wird klargestellt, dass künftig auch Zwangsstrafen gestundet und nachgelassen werden können.

Inkrafttreten

  • Inkrafttreten überwiegend 20. Juli 2015
Letzte Aktualisierung: 13. Januar 2015

Für den Inhalt verantwortlich: Bundesministerium für Justiz