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Weingesetznovelle 2015 – beschlossene Änderungen

ACHTUNG: Sie befinden sich im Archiv "Gesetzliche Neuerungen"!
Diese "Gesetzliche Neuerung" beschreibt geplante oder bereits beschlossene Regelungen zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung. Sie gibt daher unter Umständen NICHT die aktuelle Rechtslage wieder!

Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt – beschlossene Änderungen

Unter anderem wird Ausbruchwein in die Kategorie "Trockenbeerenauslese" integriert und ein Vorbehalt der Bezeichnung "Ausbruch" für Prädikatsweine, die aus der Freistadt Rust stammen, wird geschaffen. Das Bundesgesetz, mit dem das Weingesetz 2009 geändert wird, wurde am 13. Juni 2016 im Bundesgesetzblatt I Nr. 47/2016 veröffentlicht.

Das Bundesgesetzblatt I Nr. 47/2016 findet sich auf den Seiten des Rechtsinformationssystems des Bundes (RIS).

Die zugrunde liegende Regierungsvorlage sowie deren Verlauf finden sich auf den Seiten des österreichischen Parlaments.

Informationen zum Begriff "Bundesgesetzblatt" finden sich auf USP.gv.at.

Inhalt des Gesetzes

Die wesentlichen Eckpunkte des Gesetzes lauten:

Ziele

  • Eine Produktspezifikation für Ausbruchwein, die der in der Praxis angewendeten Herstellungsart entspricht, sowie Schaffung eines exklusiven Vorbehaltes der traditionellen Bezeichnung "Ausbruch" für die Freistadt Rust.
  • Herkunftsbezeichnungen für Qualitätsweine (insbesondere betreffend Weinbaugebiete und Rieden), die dem Konsumenten eine klare Aussage über die Charakteristik des Weines vermitteln, und damit seine Kaufentscheidung erleichtern.
  • Ein Hektarhöchstertrag, der an die reduzierte Weingartenfläche als Bemessungsgrundlage angepasst ist (nach Umstellung des Rebflächenverzeichnisses auf INVEKOS-Basis).
  • Ein Rebflächenverzeichnis, das den Anforderungen an das INVEKOS entspricht und dessen Funktionsfähigkeit optimiert ist.

Inhalt

  • Integration des Ausbruchweines in die Kategorie "Trockenbeerenauslese", und Schaffung eines Vorbehaltes der Bezeichnung "Ausbruch" für Prädikatsweine, die aus der Freistadt Rust stammen.
  • Entsprechende Änderung der Vorschriften über Weinbaugebiete, Großlagen, Gemeinden und Rieden.
  • Erhöhung des Hektarhöchstertrages (von 9.000 Kilogramm auf 10.000 Kilogramm)
  • Klarstellung, dass das Rebflächenverzeichnis in Zukunft nicht von der Bundeskellereiinspektion sondern von den für die Katasterführung zuständigen Landesstellen, auf der Grundlage und unter Beachtung der inhaltlichen Anforderungen des integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems, geführt werden soll
  • Darüber hinaus befinden sich im aktuellen Weingesetz zahlreiche Verweise auf gemeinschaftsrechtliche Bestimmungen, die nicht mehr in Kraft sind, sodass eine Änderung dieser Verweise auf die aktuellen Zitate im Gemeinschaftsrecht erfolgt.

Inkrafttreten

Zum besseren Verständnis und zur leichteren Lesbarkeit gilt in diesem Text bei allen personenbezogenen Bezeichnungen die gewählte Form für beide Geschlechter.

Letzte Aktualisierung: 13. Juni 2016