1. Tierhaltungsverordnung – erlassene Änderungen

Achtung

Diese "Gesetzliche Neuerung" beschreibt geplante oder bereits beschlossene Regelungen zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung. Sie gibt daher unter Umständen nicht die aktuelle Rechtslage wieder.

Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt – erlassene Änderungen

Unter anderem dürfen gewisse Eingriffe bei Nutztieren künftig nur noch unter Schmerzminderung, Schmerzausschaltung oder Betäubung durchgeführt werden. Die Verordnung der Bundesministerin für Gesundheit und Frauen, mit der die 1. Tierhaltungsverordnung geändert wird, wurde am 6. Juni 2017 im Bundesgesetzblatt II Nr. 151/2017 veröffentlicht.

Das Bundesgesetzblatt II Nr. 151/2017 findet sich auf den Seiten des Rechtsinformationssystems des Bundes (RIS).

Informationen zum Begriff "Bundesgesetzblatt" bzw. zum Begriff "Verordnung" finden sich auf USP.gv.at.

Inhalt der Verordnung

Die wesentlichen Eckpunkte der Verordnung lauten:

  • Eingriffe bei Nutztieren dürfen nur mehr unter Schmerzminderung, Schmerzausschaltung bzw. Betäubung durchgeführt werden.
  • Rinderenthornung ist nur noch mit Sedierung, Lokalanästhesie und postoperativer Schmerzausschaltung möglich.
  • Bei Schweinen wird die Kastration bis zum Alter von sieben Tagen ohne Schmerzmedikation verboten.
  • Das Kupieren des Schwanzes bei Ferkeln wird ohne Schmerzmedikation verboten.
  • Schweine müssen ständigen Zugang zu ausreichend Materialien haben, die sie bekauen, untersuchen und bewegen können, wie etwa Stroh, Holz, oder Torf.
  • Vergrößerung des Platzangebotes für Ziegen
  • Einführung von Regelungen zur Enten- und Gänsehaltung
  • Verschiedene Anpassungen und Klarstellungen in anderen Bereichen des Tierschutzes

InkrafttretenInkrafttreten 1. Oktober 2017 und 1. Jänner 2018

Zum besseren Verständnis und zur leichteren Lesbarkeit gilt in diesem Text bei allen personenbezogenen Bezeichnungen die gewählte Form für beide Geschlechter.

Letzte Aktualisierung: 6. Juni 2017

Für den Inhalt verantwortlich: USP-Redaktion