Brexit: Wichtige Informationen für Unternehmen

Durch den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU ist es zu zahlreichen Änderungen bei der Einfuhr und Ausfuhr von Waren, bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen und in vielen weiteren Bereichen gekommen.

Insbesondere für Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen im Vereinigten Königreich, sind die folgenden Informationen zu Zöllen und umsatzsteuerlichen Regelungen wesentlich.

Zölle

Das Vereinigte Königreich ist seit Jahresbeginn nicht mehr Teil der europäischen Zollunion. Bei der Einfuhr und Ausfuhr von Waren sind deshalb Beschränkungen und Zollformalitäten zu beachten. Insbesondere muss bei der Einfuhr von Waren eine Zollanmeldung durchgeführt werden.

Durch das neue Handels- und Kooperationsabkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich gelten in Zukunft aber weiterhin gewisse Erleichterungen, zum Beispiel für Ursprungswaren der Vertragsparteien.

Detaillierte Informationen zu den zollrechtlichen Bestimmungen finden Sie auf der Seite "Zoll & Brexit" des Bundesministeriums für Finanzen.

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Umsatzsteuer

Warenlieferungen aus dem Vereinigten Königreich in die EU gelten seit Jahresbeginn nicht mehr als innergemeinschaftliche Lieferungen, sondern sind als Einfuhr zu versteuern. Es fällt in Österreich also grundsätzlich Einfuhrumsatzsteuer an.

Auch beim Import von Waren aus der EU in das Vereinigte Königreich ist – neben allfälligen Zöllen – Einfuhrumsatzsteuer zu entrichten. Die Importeurin/der Importeur muss sich dafür im Vereinigten Königreich steuerlich registrieren und eine britische EORI-Nummer (Nummer zur Registrierung und Identifizierung von Wirtschaftsbeteiligten) vorweisen können.

Die Einfuhrabwicklung im Vereinigten Königreich können nur dort ansässige Unternehmen durchführen. Hat eine österreichische Exporteurin/ein österreichischer Exporteur keine Niederlassung im Vereinigten Königreich, muss die Abwicklung deshalb entweder von der britischen Kundin/dem britischen Kunden, oder von einer indirekten Zollvertreterin/einem indirekten Zollvertreter durchgeführt werden.

Hinweis

Im Warenverkehr mit Nordirland gelten weiterhin die Bestimmungen für EU-Staaten. Lieferungen von Nordirland nach Österreich sind unter den allgemeinen Voraussetzungen auch nach dem 31. Dezember 2020 als innergemeinschaftliche Erwerbe bzw. innergemeinschaftlicher Versandhandel zu behandeln.

Weiterführende Informationen zum Thema Steuern und Brexit finden Sie auf der Seite "Brexit & Steuern" des Bundesministeriums für Finanzen.

Letzte Aktualisierung: 23. April 2021

Für den Inhalt verantwortlich: USP-Redaktion