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Erweiterter Umsatzersatz und Fixkostenzuschuss II ab heute beantragbar

Schnelle und unkomplizierte Beantragung mit FinanzOnline

Für den Zeitraum der angeordneten Schließung (2. Lockdown) werden betroffenen Unternehmen 80 Prozess ihres Umsatzes ersetzt. Die Beantragung kann seit 23. November 2020 über FinanzOnline erfolgen. Körpernahe Dienstleistungen, also etwa Friseure, Masseure oder Kosmetiker bekommen für die Zeit der Schließung 80 Prozent des Umsatzes im Vergleich zum November 2019 ersetzt. Für den Handel gibt es aufgrund unterschiedlicher Voraussetzungen Abstufungen. Hierfür gelten drei Kriterien:

Rohertrag der jeweiligen Branchen, Aufholeffekte, Verderblichkeit und Saisonalität der Waren. 

  • Blumengeschäfte, die während des Lockdowns viele Waren aufgrund der Verderblichkeit entsorgen müssen, erhalten 60 Prozent Umsatzersatz. Ebenso Geschäfte die Schuhe und Lederwaren oder Bekleidung verkaufen.
  • Unternehmen aus der Branche Metallwaren und Baubedarf, Sportgeräte oder Vorhänge, Teppiche und Tapeten erhalten 40 Prozent Umsatzersatz.
  • Den niedrigsten Wert erhält mit 20 Prozent ein Unternehmen, das Möbel und Einrichtungsgegenstände verkauft, weil hier kaum Wertverlust stattfindet und es für die Qualität der Ware nicht entscheidend ist, zu welchem Zeitpunkt sie verkauft wird. Das gilt auch für den Handel mit Unterhaltungselektronik oder den Fahrzeughandel. 

Fixkostenzuschuss online

Dieser Fixkostenzuschuss II 800.000 ist ebenfalls ab heute beantragbar. Darin werden Abschreibungen, bestimmte Personalkosten für den Mindestbetrieb, sowie frustrierte Aufwendungen berücksichtigt. Das ist insbesondere für Reisebüros und Veranstalter wichtig, weil hier bereits geleistete Vorleistungen anteilig ersetzt werden.

Abgegolten werden Fixkosten in der Höhe des tatsächlichen Umsatzentganges, im Gegenzug müssen bereits erhaltene Hilfen wie 100%-Garantien abgezogen werden. Der Fixkostenzuschuss II 800.000 kann für einen mehr als dreimal so langen Zeitraum wie der Fixkostenzuschuss I, nämlich max. 9,5 statt 3 Monate beantragt werden. Für Kleinst-Unternehmen bis 120.000 Euro Jahresumsatz gibt es die Möglichkeit für Pauschalierungen. Diese Unternehmen können auch ohne Steuerberater beantragen. Auch eine Kombination von Umsatzersatz und Fixkostenzuschuss ist für betroffene Unternehmen für unterschiedliche Zeiträume möglich.

Nach dem OK der der Europäischen Kommission zum Fixkostenzuschuss II, mit einer Gesamtfördersumme von drei Millionen Euro, startet nun die nationale Umsetzung.  Österreich und Deutschland haben als erste und bisher einzige Länder eine Genehmigung für Zuschüsse nach diesem neuen System bekommen. Es wird gemäß den Vorgaben der Kommission kein Fixkostenzuschuss, sondern ein Verlustersatz.

Dabei können Verluste, die in Zeiträumen bis 30. Juni 2021 anfallen und entweder vorausprognostiziert oder im Nachhinein bekannt gegeben werden, bis zu einem gewissen Grad ersetzt werden. Diese Angaben zum Verlust müssen von einem Steuerberater bestätigt werden.

Ausführliche Informationen zur "Erweiterter Umsatzersatz und Fixkostenzuschuss II" finden sich auf der Seite des BMF.