Generalkollektivvertrag "Corona-Test"

Der Generalkollektivvertrag "Corona-Test" sieht arbeitsrechtliche und betriebliche Maßnahmen zur Umsetzung der regelmäßigen COVID-19-Tests, sowie eine "Maskenpause" vor.

Bestimmte Gruppen von Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern müssen sich zumindest einmal wöchentlich auf SARS-CoV-2 testen lassen. Im privatwirtschaftlichen Bereich gilt diese Regelung für:

  • Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer mit unmittelbarem Kundinnenkontakt/Kundenkontakt und
  • Beschäftigte in der Lagerlogistik, wenn ein Mindestabstand von zwei Metern nicht immer eingehalten werden kann.

Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer aus diesen Bereichen sind laut Generalkollektivvertrag "Corona-Test" während der für die Teilnahme am Test erforderlichen Zeit freizustellen. Sofern der Test nicht im Betrieb durchgeführt wird, gilt das auch für die An- und Abreisezeit zur Teststelle. Allerdings soll der Test in diesem Fall möglichst am Weg zur Arbeitsstätte oder am Heimweg durchgeführt werden. Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer in Kurzarbeit haben keinen Anspruch auf Freistellung. Sie müssen die Tests in ihrer Freizeit durchführen lassen. Wenn die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer kein negatives Testergebnis vorweisen kann, muss während der Arbeit eine Atemschutzmaske FFP2-Maske ohne Ausatemventil oder eine Maske mit äquivalentem oder höherem Schutzniveau getragen werden.

Außerdem dürfen Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer aufgrund der Inanspruchnahme eines SARS-CoV-2 Tests, sowie im Falle eines positiven Testergebnisses nicht entlassen, gekündigt oder auf andere Weise benachteiligt werden.

Die Sozialpartner und die Industriellenvereinigung (IV) haben sich auch auf eine "Maskenpause" geeinigt. Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, die bei Ausübung der beruflichen Tätigkeit zum Tragen einer Maske verpflichtet sind, haben nach drei Stunden Anspruch auf eine zehnminütige "Maskenpause". Das gilt für alle Bediensteten, die einen einfachen MNS oder Masken mit einem höheren Schutzniveau (z.B. FFP-2-Masken) tragen müssen. Diese "Maskenpause" ist jedoch keine Freistellung von der Arbeitszeit. Die Zeit soll für Tätigkeiten genutzt werden, die auch ohne Maske durchgeführt werden können.

Weitere Informationen zu den derzeit geltenden Maßnahmen im Zusammenhang mit COVID-19 finden Sie auf der Seite "Coronavirus - Aktuelle Maßnahmen" (BMSGPK).

Letzte Aktualisierung: 8. Februar 2021

Für den Inhalt verantwortlich: USP-Redaktion