Ökosoziale Steuerreform 2022

Entlastung für Umwelt, Unternehmen und Private

Vorrangiges Ziel der ökosozialen Steuerreform ist die Reduzierung von CO2-Emissionen. Außerdem sollen durch die Neuerungen Bürgerinnen/Bürger und Unternehmen steuerlich entlastet werden. Das Paket soll auch dazu beitragen, die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Österreich sicherzustellen. Die gesetzlichen Bestimmungen zur ökosozialen Steuerreform treten im Laufe der nächsten eineinhalb Jahre in Kraft.

Steuerliche Erleichterungen für Unternehmerinnen/Unternehmer

Mit 1. Juli 2022 wird die zweite Tarifstufe der Lohn- und Einkommensteuer von 35 Prozent auf 30 Prozent gesenkt, die Senkung der dritten Tarifstufe folgt ab 1. Juli 2023. Für selbstständig Erwerbstätige mit niedrigen und mittleren Einkommen wird der Krankenversicherungsbeitrag reduziert. Der Körperschaftsteuersatz wird im Kalenderjahr 2023 auf 24 Prozent und für die Kalenderjahre ab 2024 auf 23 Prozent herabgesetzt.

Der Grundfreibetrag beim Gewinnfreibetrag wird auf 15 Prozent erhöht und ein neuer Investitionsfreibetrag für Wirtschaftsgüter des abnutzbaren Anlagevermögens eingeführt. Ein erhöhter Freibetrag für ökologische Investitionen soll Unternehmen zu klimafreundlichen Maßnahmen motivieren. Die Grenze für die Sofortabschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern wir auf 1.000 Euro erhöht.

Nachhaltigkeit_Industrie

Nationales Emissionszertifikatehandelssystem (NEHG 2022)

Mit der Schaffung eines nationalen Emissionszertifikatehandelssystems (NEHG 2022) werden bestimmte Energieträger (Benzin, Gasöl, Heizöl, Erdgas, Flüssiggas, Kohle und Kerosin) bepreist. Dadurch soll der Einsatz innovativer, emissionsarmer Technologien attraktiver gemacht und die Bevölkerung zu einer Verhaltensänderung motiviert werden. Zur Kompensation der dadurch entstehenden Mehrbelastungen wird ein Klimabonus für Privatpersonen eingeführt.

Weitere Informationen und rechtliche Grundlagen zur ökosozialen Steuerreform finden Sie unter:

Letzte Aktualisierung: 17. Februar 2022

Für den Inhalt verantwortlich: USP-Redaktion