Begleichung von coronabedingten Beitragsrückständen bis 30. Juni 2021 bei ÖGK und BVAEB

Ab Juni 2021 müssen laufende Beiträge wieder wie gewohnt am 15. des Folgemonats entrichtet werden.

Unternehmerinnen/Unternehmer müssen ihre offenen Sozialversicherungsbeiträge für den Zeitraum Februar 2020 bis Mai 2021 bis zum 30. Juni 2021 begleichen. Beiträge ab Juni 2021 sind dann wieder wie gewohnt am 15. des Folgemonats zu entrichten.

Dabei soll das gesetzlich geregelte "2-Phasen-Modell" solche Betriebe unterstützen, die wegen coronabedingten Liquiditätsproblemen nicht der Lage sind, die offenen Beiträge fristgerecht zu bezahlen.

Ratenzahlungen für Betriebe mit Liquiditätsproblemen

Für diese Unternehmen wird es möglich sein, in der ersten Phase die Beitragsrückstände bis zum 30. September 2022 in Raten zu begleichen. Bei Kurzarbeit können Raten nur gewährt werden, wenn die in der Kurzarbeitsbeihilfe enthaltenen Sozialversicherungsbeiträge bis zum 15. des übernächsten Monats an den Sozialversicherungsträger überwiesen werden.

Der entsprechende Ratenantrag kann seit 1. Juni elektronisch über das Online Service "WEBEKU" des Dachverbands der Sozialversicherungsträger gestellt werden. Im USP registrierte Unternehmen können "WEBEKU" direkt im USP aufrufen.

Wenn zum 30. September 2022 weiterhin Beiträge für den Zeitraum Februar 2020 bis Mai 2021 offen sind, können diese dann bis 30. Juni 2024 in Raten beglichen werden (zweite Phase). Dafür gelten jedoch ganz bestimmte gesetzliche Voraussetzungen wie zum Beispiel:

  • Begleichung von 40 Prozent des ursprünglichen Beitragsrückstandes bis September 2022
  • Kein Terminverlust
  • Glaubhaftmachen, dass der verbliebene Beitragsrückstand zusätzlich zu den laufenden Beiträgen entrichtet werden kann

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der ÖGK und der Webseite der BVAEB.

Letzte Aktualisierung: 9. Juni 2021

Für den Inhalt verantwortlich: USP-Redaktion