Worauf Arbeitgeber beim Homeoffice achten müssen

Die wichtigsten Informationen für Arbeitgeber zu den neuen Homeoffice-Regelungen

Homeoffice ist aus dem Berufsleben mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Als Arbeitgeberin/Arbeitgeber sollten Sie deshalb über die wichtigsten Regelungen für das Arbeiten von Zuhause aus Bescheid wissen.

Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer können nach wie vor nicht zum Homeoffice verpflichtet werden, haben aber auch kein Recht darauf. Homeoffice muss von den Arbeitsvertragsparteien einvernehmlich und schriftlich vereinbart werden. Die Vereinbarung kann allenfalls auch elektronisch (z.B. über E-Mail) abgeschlossen werden und bedarf keiner Unterschrift. Die Regelungen zur Beendigung der Homeoffice-Vereinbarung können ebenso vertraglich festgelegt werden.

Gibt es in Ihrem Unternehmen einen Betriebsrat, empfiehlt sich die nähere Ausgestaltung der internen Homeoffice-Regelungen in einer freiwilligen Betriebsvereinbarung.

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Arbeitgeber kommen für Arbeitsmittel auf

Die für die Arbeit im Homeoffice erforderliche Arbeitsmittel (wie z.B. Laptop, Mobiltelefon) muss grundsätzlich die Arbeitgeberin/der Arbeitgeber bereitstellen. Alternativ kann vereinbart werden, dass die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer selbst die Arbeitsmittel zur Verfügung stellt. In diesem Fall steht der Arbeitnehmerin/dem Arbeitnehmer jedoch ein angemessener Kostenersatz zu. Die Abgeltung der Kosten kann auch pauschal erfolgen.  

Zu den Arbeitsmitteln zählt auch die Internetverbindung. Internet-Mehrkosten, die durch die Arbeit zuhause entstehen, müssen von der Arbeitgeberin/vom Arbeitgeber abgegolten werden. Nicht zwingend ersetzt werden müssen jedoch Stromkosten. Zahlungen der Arbeitgeberin/des Arbeitgebers an die Arbeitnehmerin/den Arbeitnehmer sind – bis zu 100 Tagen im Jahr in der Höhe von drei Euro pro Tag (d.h. maximal 300 Euro im Jahr) – abgabenfrei.

Arbeitnehmer müssen nicht immer erreichbar sein

Im Homeoffice gelten dieselben Arbeits- und Ruhezeiten wie im Büro. Außerhalb ihrer regulären Arbeitszeiten müssen Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer also nicht für den Arbeitgeber/die Arbeitgeberin erreichbar sein. Die Überwachung von Beschäftigten im Homeoffice über Video, oder über andere Weise (z.B. Software) ist nicht zulässig.

Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber können allerdings jederzeit verlangen, dass die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer aus dem Homeoffice zu einer Besprechung ins Büro oder an einen anderen Ort kommt.

Letzte Aktualisierung: 14. Oktober 2021

Für den Inhalt verantwortlich: USP-Redaktion