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Lehre

Achtung

Dieses "Thema des Monats" September 2015 entspricht den Regelungen zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung und wird nicht laufend aktualisiert.

Allgemeines

Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, müssen einige besondere Bestimmungen beachten und sollten sich über Förderungen informieren. Dieses "Thema des Monats" soll einen Überblick über alle wichtigen Punkte für Lehrbetriebe und solche, die es werden wollen, bieten.

Die Lehre ist in Österreich als Duales System organisiert. Das bedeutet, dass die Ausbildung der Lehrlinge an zwei Standorten, also der Berufsschule und dem Ausbildungsbetrieb, stattfindet. In manchen Branchen gibt es noch einen dritten Ausbildungsstandort (z.B. Lehrbauhöfe).

Weitere allgemeine Informationen zum Thema "Lehre" sowie Informationen zum Thema "Duales System und Berufsschule" finden sich ebenfalls auf USP.gv.at.

Zulassung als Lehrbetrieb

Lehrbetriebe müssen so eingerichtet sein und geführt werden, dass den Lehrlingen alle für den jeweiligen Lehrberuf vorgeschriebenen Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt werden können. Ob ein Betrieb die Anforderungen an einen Lehrbetrieb erfüllt, wird in einem Feststellungsverfahren durch die Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer unter Beteiligung der Arbeiterkammer überprüft. Können gewisse Fertigkeiten und Kenntnisse in einem Betrieb nicht vermittelt werden, kann der Abschluss eines Ausbildungsverbundes vorgeschrieben werden. In diesem Fall wird die jeweilige ergänzende Ausbildung in einen Partnerbetrieb oder eine Kursmaßnahme "ausgelagert".
Ausführliche Informationen zum Thema "Ausbildung im Lehrbetrieb" finden sich ebenfalls auf USP.gv.at.

Abschluss des Lehrvertrags und Anmeldung

Ein Lehrvertrag muss unter anderem die Dauer der Lehrzeit, den Beginn und das Ende der Ausbildung sowie die Daten der lehrberechtigten Personen und des Lehrlings und gegebenenfalls der Ausbildnerin/des Ausbildners enthalten.

Der Lehrvertrag muss bei der zuständigen Lehrlingsstelle zur Eintragung angemeldet werden. Die lehrberechtigte Person muss dem Lehrling auch bei der Sozialversicherung und in der Berufsschule anmelden.

Nähere Informationen zu den Themen "Lehrvertrag" und "An-/Abmeldung" finden sich ebenfalls auf USP.gv.at.

Pflichten des Lehrbetriebs und rechtliche Rahmenbedingungen

Zur sachlichen und zeitlichen Gliederung des Ausbildungsprogramms erlässt der Wirtschaftsminister für jeden Lehrberuf die Ausbildungsordnungen, in denen das spezifische Berufsbild des jeweiligen Lehrberufes festgelegt ist.

Jugendliche bis 18 Jahre dürfen nicht über 40 Stunden pro Woche beschäftigt werden. Arbeit an Sonn- und Feiertagen sowie während der Nachtstunden (von 20 Uhr bis 6 Uhr) ist unzulässig. Es gibt allerdings spezielle Arbeitszeitregelungen für gewisse Branchen, wie z.B. das Gastgewerbe.

Die Höhe der monatlichen Lehrlingsentschädigung ist in der Regel kollektivvertraglich festgelegt. Ebenfalls im Kollektivvertrag geregelt ist der Anspruch bzw. die Höhe allfälliger Sonderzahlungen (Weihnachtsgeld, Urlaubszuschuss).

Weitere Informationen zum Thema "Arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen" finden sich ebenfalls auf USP.gv.at.

Förderungen für Lehrbetriebe

Die meisten Förderungen für Lehrbetriebe können bei der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer des jeweiligen Bundeslands beantragt und gegebenenfalls von dieser ausbezahlt werden. Daneben gibt es spezielle Förderungen des AMS.

Für jeden Lehrling gibt es eine Basisförderung, daneben können unter anderem neue Lehrstellen, Weiterbildungsmaßnahmen von Ausbildnerinnen/Ausbildnern, die Teilnahme an internationalen Lehrlingswettbewerben oder Maßnahmen für Lehrlinge mit Lernschwierigkeiten gefördert werden.

Ausführliche Informationen zum Thema "Förderungen für Lehrbetriebe" finden sich ebenfalls auf USP.gv.at.

Ende der Lehre und Weiterverwendungspflicht

Das Lehrverhältnis endet üblicherweise durch Zeitablauf bzw. bei vorher abgelegter Lehrabschlussprüfung mit dem Ende der Woche, in der die Lehrabschlussprüfung bestanden wurde. Eine frühere Lösung des Lehrverhältnisses muss schriftlich (unter Angabe eines im Berufsausbildungsgesetz aufgezählten Grundes) erfolgen.

Die/der Lehrberechtigte ist verpflichtet, ausgelernte Lehrlinge nach Ende der Lehrzeit für drei Monate im erlernten Beruf im Lehrbetrieb weiterhin zu beschäftigen. Hat ein Lehrling nur die Hälfte oder weniger als die Hälfte der vorgesehenen Lehrzeit in einem Lehrbetrieb absolviert, muss sie/er nur für 1,5 Monate nach Ende weiterbeschäftigt werden.

Genauere Informationen zum Thema "'Weiterverwendung' im Lehrbetrieb bzw. 'Behaltezeit' nach Lehrabschluss" finden sich ebenfalls auf USP.gv.at.

Hinweis

Eine Übersicht über bisherige "Themen des Monats" findet sich ebenfalls auf USP.gv.at.

Letzte Aktualisierung: 1. September 2015

Für den Inhalt verantwortlich: USP-Redaktion