Finanzamt – Anzeige

Allgemeine Informationen

Gibt man die unternehmerische Tätigkeit – egal aus welchen Gründen – auf, muss diese Tatsache dem zuständigen Finanzamt mitgeteilt werden.

Achtung

Diese Regelungen gelten auch für alle Unternehmerinnen/Unternehmer aus EU-Mitgliedstaaten in Österreich.

Hinweis

Im Insolvenzfall erfolgt die Verständigung des Finanzamts durch das Gericht (→ BMJ) bzw. durch eine Masseverwalterin/einen Masseverwalter oder eine Sanierungsverwalterin/einen Sanierungsverwalter.

Betroffene Unternehmen

Einzelunternehmerinnen/Einzelunternehmer

Voraussetzungen

Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit

Fristen

Spätestens einen Monat nach Beendigung der unternehmerischen Tätigkeit.

Zuständige Stelle

Die Beendigung der unternehmerischen Tätigkeit ist dem zuständigen Finanzamt zu melden.

Verfahrensablauf

Die Mitteilung an das Finanzamt kann samt Einreichung der erforderlichen Unterlagen persönlich, per Post, per Fax oder über FinanzOnline (→ BMF) erfolgen.

Erforderliche Unterlagen

  • Formloses Schreiben oder
  • Formular Verf25 (Fragebogen anlässlich der Aufgabe einer gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit)
  • Bei Tod der Unternehmerin/des Unternehmers: Zusätzlich

Kosten

Es fallen keine Gebühren und Abgaben an.

Zusätzliche Informationen

Die Einkommensteuer und die Steuernummer einer Einzelunternehmerin/eines Einzelunternehmers bleiben auch über den Tod hinaus bestehen. Das Finanzamt führt nach Ablauf des Kalenderjahres des Todes die noch ausständigen Veranlagungen bis zum Todestag durch. Danach wird die Steuernummer gelöscht und die Erben erhalten gegebenenfalls eine neue Steuernummer.

Achtung

Sollten noch Rückstände beim Finanzamt offen sein, so müssen diese noch bezahlt werden. Nach Bezahlung dieser Rückstände wird vom Finanzamt – für eingetragene Unternehmen (e.U.) – eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausgestellt, die bei Löschung des Unternehmens aus dem Firmenbuch vorgelegt werden muss.

Falls noch ein Guthaben beim Finanzamt vorhanden ist, erfolgt eine Rückzahlung durch das Finanzamt.

Weiterführende Links

Rechtsgrundlagen

Einkommenssteuergesetz 1988

Experteninformation

Bei Veräußerung oder Aufgabe eines Betriebs ist ein Veräußerungs- bzw. Aufgabegewinn zu ermitteln und grundsätzlich nach dem progressiven Einkommensteuertarif zu versteuern. Folgende steuerliche Begünstigungen stehen unter bestimmten Voraussetzungen alternativ zur Verfügung:

  • Freibetrag von 7.300 Euro
  • Verteilung des Veräußerungsgewinns auf drei Jahre (wenn seit der Eröffnung oder dem letzten entgeltlichen Erwerbsvorgang sieben Jahre verstrichen sind)
  • Hälftesteuersatz (wenn seit der Eröffnung oder dem letzten entgeltlichen Erwerbsvorgang sieben Jahre vergangen sind und einer der folgenden Gründe vorliegt: Die/der Steuerpflichtige ist gestorben, wegen körperlicher oder geistiger Behinderung erwerbsunfähig oder hat das 60. Lebensjahr vollendet und stellt ihre/seine Erwerbstätigkeit ein.)
  • Falls der Betrieb aufgegeben wird und aus diesem Anlass Gebäude(teile) in das Privatvermögen übernommen werden, unterbleibt auf Antrag die Erfassung der darauf entfallenden stillen Reserven, wenn das Gebäude bis zur Aufgabe des Betriebes der Hauptwohnsitz der/des Steuerpflichtigen gewesen ist und die/der Steuerpflichtige gestorben bzw. wegen körperlicher oder geistiger Behinderung erwerbsunfähig ist oder das 60. Lebensjahr vollendet hat und ihre/seine Erwerbstätigkeit einstellt.

Zum Formular

Authentifizierung und Signatur

Elektronisch: Anmeldung über FinanzOnline (→ BMF) mit Zugangskennungen, Handy-Signatur, kartenbasierter Bürgerkarte (→ oesterreich.gv.at) oder EU-Login

Schriftlich: formlos bzw. mit unterfertigtem Formular

Rechtsbehelfe

Keine Angaben

Hilfs- und Problemlösungsdienste

Es sind keine Hilfs- und Problemlösungsdienste vorhanden.

Weitere Servicestellen

Steuerombudsstelle des BMF (→ oesterreich.gv.at)

Letzte Aktualisierung: 1. September 2021

Für den Inhalt verantwortlich: Bundesministerium für Finanzen

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