Gewerbe ruhend stellen

Allgemeine Informationen

Eine weitere Möglichkeit für selbstständig erwerbstätige Frauen, die ein Kind erwarten, ist, das Gewerbe ruhend zu stellen. Diese Möglichkeit bietet sich z.B. für Webdesignerinnen, Masseurinnen etc. an, d.h. für Unternehmerinnen, deren Gewerbe ausschließlich auf ihrer eigenen Arbeitskraft beruht.

Wenn Sie ihr Gewerbe "ruhend" melden,

  • endet die Pflichtversicherung bei der Sozialversicherung mit dem Letzten des Monats, in dem das Gewerbe ruhend gemeldet wird. Es werden keine Beiträge vorgeschrieben.
  • halbiert sich Ihre Wirtschaftskammer-Grundumlage.
  • sind Sie bei der Wirtschaftskammer-Wahl nicht wahlberechtigt.

Informationen zur Ausübung von freiberuflichen Tätigkeiten finden sich auf den Seiten der jeweiligen Kammer bzw. des jeweiligen Berufsverbandes.

Hinweis

Steuerlich bedeutet eine vorübergehende Stilllegung grundsätzlich noch keine Betriebsaufgabe. Soweit sich aus dem ruhenden Betrieb weiterhin (positive oder negative) Einkünfte ergeben, sind diese in der jährlichen Steuererklärung als entsprechende betriebliche Einkünfte aufzunehmen.

Für Bezieherinnen/Bezieher von Kinderbetreuungsgeld gilt die Geringfügigkeitsgrenze von 5.361,72 Euro pro Jahr (Wert für das Jahr 2019) für die Pflichtversicherung. Bei höheren Einkünften werden Versicherungsbeiträge vorgeschrieben.

Tipp

Als ruhendes Mitglied haben Sie aber das Recht, sich über einen Antrag bei Ihrer zuständigen Wirtschaftskammer (→ WKO) in die Wählerliste eintragen zu lassen.

Fristen

Innerhalb von drei Wochen nach Einstellung der Tätigkeit.

Zuständige Stelle

Ihre Wirtschaftskammer (→ WKO)

Erforderliche Unterlagen

Formloses Schreiben

Zusätzliche Informationen

Hinweis

Sollten Sie Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter beschäftigen, müssen diese vor der Ruhendmeldung ordnungsgemäß gekündigt werden.

Weiterführende Links

Experteninformation

Es steht keine Experteninformation zur Verfügung.

Letzte Aktualisierung: 1. Januar 2021
Für den Inhalt verantwortlich:
  • Bundesministerium für Finanzen
  • Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort