Ferialangestellte/Ferialarbeiter

Allgemeines

Werden Schülerinnen/Schüler sowie Studierende in der Ferienzeit wie herkömmliche Dienstnehmerinnen/Dienstnehmer in persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit gegen Entgelt beschäftigt, unterliegen sie als Dienstnehmerinnen/Dienstnehmer der Pflichtversicherung des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes (ASVG).

Die Dienstnehmerstellung kommt insbesondere dadurch zum Ausdruck, dass die Schülerin/der Schüler oder die/der Studierende zur persönlichen Arbeitsleistung verpflichtet ist, Weisungen bezüglich Arbeitszeit, Arbeitsort und ihr/sein arbeitsbezogenes Verhalten erhält, einer diesbezüglichen Kontrolle unterliegt sowie organisatorisch in den Betrieb eingegliedert ist.

  • Für derart Beschäftigte gelten die jeweiligen lohngestaltenden (kollektivvertraglichen) Vorschriften.
  • Die Sozialversicherungsbeiträge sind zumindest vom gebührenden Entgelt (auch von Sonderzahlungen) zu entrichten.
  • Die Beitragsabrechnung erfolgt in der Beschäftigtengruppe Arbeiterin/Arbeiter bzw. Angestellte/Angestellter. Liegt der Arbeitsverdienst unter der Geringfügigkeitsgrenze (2022: 485,85 Euro), ist die Beschäftigtengruppe geringfügiger Arbeiterinnen/geringfügiger Arbeiter bzw. geringfügiger Angestellter anzuwenden.
  • Wenn die Beschäftigung länger als einen Monat dauert, sind von der Dienstgeberin/vom Dienstgeber Beiträge zur Betrieblichen Vorsorge (BV-Beiträge) zu entrichten.

An-/Abmeldung

Jede beschäftigte Person (Voll- und Teilversicherte) ist durch die Dienstgeberin/den Dienstgeber vor Arbeitsantritt beim zuständigen Krankenversicherungsträger anzumelden. Wurde eine Vor-Ort-Anmeldung erstattet, ist eine elektronische Anmeldung binnen sieben Tagen ab dem Beginn der Pflichtversicherung nachzuholen.

Die Abmeldung ist binnen sieben Tagen nach dem Ende der Pflichtversicherung zu erstatten.

Weiterführende Links

Letzte Aktualisierung: 3. Februar 2022
Für den Inhalt verantwortlich:
  • Bundesministerium für Arbeit
  • Dachverband der Sozialversicherungsträger

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