GO-Maut für Fahrzeuge über 3,5 t

Allgemeine Informationen

Für Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht (hzG) – dazu zählen beispielsweise Lkw, Busse und schwere Wohnmobile – gilt auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen grundsätzlich eine fahrleistungsabhängige Maut (GO-Maut). Für diese Kfz muss vor der Auffahrt auf eine Autobahn oder Schnellstraße ein zugelassenes Fahrzeuggerät (z.B. GO-Box) besorgt werden. Dieses ist ein elektronisches Gerät, das mittels Mikrowellentechnik mit den Mautportalen kommuniziert.

Betroffene Unternehmen

Lenkerinnen/Lenker von Kraftfahrzeugen über 3,5 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht (hzG)

Achtung

Diese Regelungen gelten für alle Verkehrsteilnehmerinnen/Verkehrsteilnehmer in Österreich.

Voraussetzungen

Nur mit einem funktionstüchtigen und ordnungsgemäß im Fahrzeug angebrachten Fahrzeuggerät (z.B. GO-Box) kann die vorgeschriebene Maut entrichtet werden.

Fristen

Keine Angaben

Zuständige Stelle

Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (→ ASFINAG), wobei die Einhebung bzw. die Durchführung der operativen Aufgaben durch die ASFINAG Maut Service GmbH erfolgt.

Verfahrensablauf

Die GO-Box ist an zahlreichen GO Vertriebsstellen (→ ASFINAG) erhältlich.

Erforderliche Unterlagen

  • Zumindest Zulassungsbescheinigung,
  • Nachweisdokumente für die EURO-Emissionsklasse bzw. Antriebsart (Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb oder mit reinem Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb, „E/H2“),
  • zugelassenes Zahlungsmittel (bar, Kreditkarten, Tankkarten, GO-Direkt (→ ASFINAG )

Kosten

Die Tarife hängen unter anderem von der Anzahl der Achsen, den zurückgelegten Kilometern und der EURO-Emissionsklasse bzw. Antriebsart (Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb oder mit reinem Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb) der Fahrzeuge ab. Die EURO-Emissionsklasse des Fahrzeuges über 3,5 t hzG beeinflusst die Höhe des zu entrichtenden Mauttarifs. Je weniger Emissionen, desto günstiger ist der Mauttarif.

Die Bezahlung erfolgt entweder im Vorhinein (Pre-Pay) oder im Nachhinein (Post-Pay) und wird zum Beispiel direkt mit der ASFINAG via → GO Direkt verrechnet.

Erhöhte Tarife

Auf den folgenden besonders kostenintensiven alpenüberquerenden Streckenmautabschnitten gelten für Kraftfahrzeuge über 3,5 t höchstzulässigem Gesamtgewicht erhöhte Tarife:

  • A 9 Pyhrn Autobahn in den Abschnitten zwischen der Anschlussstelle Spital/Pyhrn und der Anschlussstelle Ardning (Bosrucktunnel) und zwischen der Anschlussstelle St. Michael und Anschlussstelle Übelbach (Gleinalmtunnel),
  • A 10 Tauern Autobahn im Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Flachau und der Anschlussstelle Rennweg (Tauern-/Katschbergtunnel),
  • A 11 Karawanken Autobahn im Abschnitt zwischen der Anschlussstelle St. Jakob im Rosental und der Staatsgrenze im Karawankentunnel,
  • A 13 Brenner Autobahn,
  • S 16 Arlberg Schnellstraße im Abschnitt zwischen der Anschlussstelle St. Anton am Arlberg und der Anschlussstelle Langen am Arlberg (Arlbergtunnel).

Auf der A 13 Brenner Autobahn und der A 12 auf der Unterinntalstrecke (Staatsgrenze bei Kufstein bis Knoten Innsbruck/Amras) wird zur Finanzierung des Brennerbasistunnels ein Zuschlag von 25 Prozent auf den Tarif eingehoben.

Die aktuellen Tarife 2021 (→ ASFINAG) finden sich auf den Seiten der ASFINAG.

Zusätzliche Informationen

Die Maut in Österreich kann auch über das deutsche Fahrzeuggerät über die Anwendung "Toll2Go" anstelle der GO-Box entrichtet werden oder über das Schweizer Fahrzeuggerät „Emotach“. Dies ist vor allem für Transportunternehmen gedacht, deren häufig in Österreich und Deutschland bzw. der Schweiz unterwegs sind, da für die Mautentrichtung in den jeweiligen beiden Staaten nur noch ein Fahrzeuggerät benötigt wird.

Ersatzmaut und Verwaltungsstrafen

Für ordnungsgemäß zum Mautsystem angemeldete und ausgestattete Kraftfahrzeuge besteht in folgenden Fällen die Möglichkeit der Nachzahlung der geschuldeten Maut:

  • Bei einer Nichtentrichtung der Maut (z.B. bei zu geringem Mautguthaben oder einer gesperrten GO-Box) oder Teilentrichtung der Maut (Achsanzahl oder EURO-Emissionsklasse falsch eingestellt) kann die Nachzahlung innerhalb von fünf Stunden und 100 km an einer GO-Vertriebsstelle oder bei Betretung (Anhaltung) bei einem Mautaufsichtsorgan erfolgen.
  • Bei einer Teilentrichtung der Maut (Achsanzahl oder EURO-Emissionsklasse falsch eingestellt) kann die Nachzahlung alternativ innerhalb von 96 Stunden auch telefonisch über das ASFINAG Service Center, über das SelfCare-Portal der ASFINAG oder über die ASFINAG- App „Unterwegs“ erfolgen.

Erfolgt in diesen Fällen jedoch keine Nachzahlung der Maut, gilt die fahrleistungsabhängige Maut als nicht ordnungsgemäß entrichtet. Nähere Informationen zur Nachzahlung finden sich auf der Seite der go-maut.at (unter „BEZAHLUNG“).

Sofern an einer GO-Vertriebsstelle für das Fahrzeug eine bessere EURO-Emissionsklasse als EURO III bzw. die Antriebsart E/H2 deklariert wird, müssen die Nachweisdokumente über die EURO-Emissionsklasse bzw. die Antriebsart E/H2 des Fahrzeugs innerhalb der Frist von 28 Tagen ab dem Zeitpunkt der Deklaration bei der ASFINAG einlangen. Sofern das mautpflichtige Straßennetz innerhalb der Nachweisfrist befahren wird und die Nachweisdokumente nicht fristgerecht bei der ASFINAG einlangen, gilt die Maut ebenfalls als nicht ordnungsgemäß entrichtet. Nähere Informationen über die Nachweiserbringung finden sich auf der Seite der go-maut.at.

Im Fall einer nicht ordnungsgemäßen Entrichtung der fahrleistungsabhängigen Maut kommt es zur Aufforderung zur Zahlung einer Ersatzmaut durch die ASFINAG. Durch Bezahlung der Ersatzmaut kann ein sonst im Bundesstraßen-Mautgesetz 2002 vorgesehenes Verwaltungsstrafverfahren vermieden werden, in dem Strafen in der Höhe zwischen 300 Eruo und 3.000 Euro verhängt werden können.

Weitere Informationen zu Ersatzmaut und Verwaltungsstrafen finden sich unter Service- und Kontrolldienst auf der Seite der ASFINAG.

Weiterführende Links

Rechtsgrundlagen

Experteninformation

Es steht keine Experteninformation zur Verfügung.

Zum Formular

Keine Angaben

Authentifizierung und Signatur

Keine Angaben

Rechtsbehelfe

Keine Angaben

Hilfs- und Problemlösungsdienste

Es sind keine Hilfs- und Problemlösungsdienste vorhanden.

Weitere Servicestellen

Für Anfragen oder Beschwerden im Bereich der österreichischen mautpflichtigen Autobahnen und Schnellstraßen steht das ASFINAG Service Center zur Verfügung:

Kontakt ASFINAG Maut Service GmbH:
Telefon: 0800 400 12 400 (aus Österreich und Deutschland kostenlos)
Telefon: +43 (1) 95 51 266 (aus allen Ländern kostenpflichtig)
Fax: +43 (1) 95 51 277

E-Mail: info@go-maut.at
Postanschrift: Am Europaplatz 1, 1120 Wien

Letzte Aktualisierung: 21. Juni 2021

Für den Inhalt verantwortlich: Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie

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