Steuer- und beitragsfrei schenken

Geschenke an die Belegschaft sind von der Lohnsteuer und Sozialversicherung befreit.

Ob Schokolade, Gutscheine oder Goldmünzen: Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter freuen sich über Geschenke in der Weihnachtszeit. Hier finden Sie eine kurze Zusammenfassung, was Sie beachten müssen, damit Ihr Weihnachtsgeschenk als steuer- und beitragsfreie Sachzuwendung gilt.

Voraussetzungen für die Befreiung

Damit Geschenke an Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter als steuer- und beitragsfreie Sachzuwendung gelten, müssen gewisse Voraussetzungen vorliegen:

  1. Jährlich dürfen maximal 186 Euro pro Mitarbeiterin/Mitarbeiter für Geschenke ausgegeben werden.
  2. Die Geschenke müssen eine generelle Zuwendung aus einem bestimmten Anlass (z.B. Weihnachten) sein und keine individuelle Entlohnung (z.B. Geburtstag, individuelle Arbeitsleistung).
  3. Es muss sich um Geschenke handeln, die nicht in Bargeld abgelöst werden können. Der Sachwert muss jedenfalls im Vordergrund stehen. Das ist beispielsweise bei Gutscheinen, die nicht in Bargeld abgelöst werden können, oder Golddukaten, bei denen der Goldwert im Vordergrund steht, der Fall.
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Geschenke müssen nicht unbedingt im Rahmen einer Betriebsveranstaltung, wie einer Weihnachtsfeier, verteilt werden. Es reicht aus, wenn die Übergabe der Geschenke der eigentliche Anlass und Inhalt der Veranstaltung ist. In diesem Sinne wird der postalische Versand oder die Übergabe an den Betriebsrat ebenfalls als Betriebsveranstaltung angesehen.

Derzeit ist wieder geplant, dass aufgrund der coronabedingten Ausfälle von Weihnachtsfeiern Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber Weihnachtsgutscheine in der Höhe von bis zu 365 Euro steuerfrei verschenken können. Solche Gutscheine müssen zwischen 1. November 2021 und 31. Jänner 2022 ausgegeben werden.

Hinweis

Geschenke an die Belegschaft können als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Weihnachtsgeschenke für Kundinnen/Kunden sind hingegen nur als Betriebsausgabe absetzbar, sofern sie eine Werbewirkung entfalten.

Letzte Aktualisierung: 14. Dezember 2021

Für den Inhalt verantwortlich: USP-Redaktion