Verpackung und Kennzeichnung von gefährlichen Stoffen und Gemischen

Allgemeine Informationen

Die Verpackung von gefährlichen Stoffen und Gemischen muss so gewählt werden, dass keine Gefahr für das Leben oder die Gesundheit von Menschen oder für die Umwelt bestehen kann. Beachten Sie in diesem Zusammenhang die CLP-Verordnung insbesondere Titel II (Gefahreneinstufung), III (Gefahrenkommunikation durch Kennzeichnung) und Titel IV (Verpackung).

Verpackungen müssen folgenden Anforderungen entsprechen:

  • Vom Inhalt darf nichts nach außen gelangen.
  • Die Verpackungsmaterialien sowie deren Verschlüsse dürfen vom Inhalt nicht angegriffen werden und keine gefährlichen Verbindungen mit ihm eingehen.
  • Verpackungen und Verschlüsse dürfen sich nicht lockern und müssen den Beanspruchungen standhalten.
  • Bei wiederverschließbaren Behältern darf vom Inhalt nichts austreten.
  • Verpackungen dürfen die Neugier von Kindern nicht fördern. Sie dürfen nicht zu Verwechslungen für Konsumentinnen/Konsumenten führen. Bezeichnungen, die für Lebensmittel, Futtermittel oder Arzneimittel verwendet werden, sind verboten!
  • Verpackungen, die einen Stoff oder ein Gemisch gemäß der Kriterien in Anhang II Abschnitt 3.1.1 der CLP-Verordnung enthalten, werden mit kindergesicherten Verschlüssen versehen.
  • Verpackungen, die einen Stoff oder ein Gemisch gemäß der Kriterien in Anhang II Abschnitt 3.2.1 der CLP-Verordnung enthalten, werden mit tastbaren Gefahrenhinweisen versehen.
  • Für flüssige, für den Verbraucher bestimmte Waschmittel, siehe Anhang II Punkt 3.3 der CLP-Verordnung.

Verpackungen müssen deutlich sicht- und lesbar sowie dauerhaft mit den Eigenschaften von gefährlichen Stoffen und Gemischen gekennzeichnet werden.

Allgemeine Anforderungen zur Kennzeichnung gemäß Artikel 17 CLP-Verordnung:

  • Name, Anschrift und Telefonnummer des bzw. der Lieferanten;
  • Nennmenge des Stoffes oder Gemisches in der Verpackung, wenn diese der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, sofern diese Menge nicht auf der Verpackung anderweitig angegeben ist;
  • Produktidentifikatoren gemäß Artikel 18 CLP-Verordnung;
  •  wo zutreffend Gefahrenpiktogramme gemäß Artikel 19 CLP-Verordnung;
  • wo zutreffend das entsprechende Signalwort gemäß Artikel 20 CLP-Verordnung;
  • wo zutreffend Gefahrenhinweise gemäß Artikel 21 CLP-Verordnung;
  • wo zutreffend geeignete Sicherheitshinweise gemäß Artikel 22 CLP-Verordnung;
  • wo zutreffend ein Abschnitt für ergänzende Informationen gemäß Artikel 25 CLP-Verordnung.

Mit 1.1.2021 kam es zu Änderungen hinsichtlich der Harmonisierten Meldung für die gesundheitliche Notversorgung (Artikel 45 CLP-Verordnung in Verbindung mit Anhang VIII). Ab diesem Zeitpunkt ist auf den Gebinden bestimmter gefährlicher Gemische (Artikel 45 CLP-Verordnung) ein UFI (Unique Formula Identifier, eindeutiger Rezepturidentifikator, Artikel 25 und 29 CLP-Verordnung in Verbindung mit Anhang VIII) anzubringen. Beachten Sie die unterschiedlichen Anwendungstermine in Anhang VIII.

Betroffene Unternehmen

Diese Regelungen gelten für alle natürlichen und juristischen Personen, die die gegenständlichen Chemikalien in Österreich in Verkehr bringen, auf dem Markt bereitstellen oder verwenden.

Rechtsgrundlagen

Experteninformation

Letzte Aktualisierung: 16. März 2021

Für den Inhalt verantwortlich: Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie

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