Umsetzung von User Experience Design

Potenzielle Kundinnen/potenzielle Kunden besuchen die Website. Jetzt muss dafür gesorgt werden, dass sie auch dableiben. Dafür braucht es Gastgeberqualitäten. Es ist wichtig, dass sich die Besucherinnen/die Besucher auf der Website wohlfühlen.

Das Zusammenspiel aus Webdesign, Website-Aufbau und Inhalten

Gekommen, um zu bleiben? Man muss gut überlegen, was getan werden kann, damit potenzielle Kundinnen/potenzielle Kunden gern auf der Website sind. Gutes UX Design hilft und ist ein stimmiges Zusammenspiel folgender Elemente:

  • Visuelles Design, die Benutzeroberfläche (User Interface) ist ästhetisch ansprechend
  • Gut strukturierte Informationsarchitektur (Information Architecture), Nutzerinnen/Nutzer finden gewünschte Informationen leicht
  • Inhalte (Content), in Form von Text, Bild oder Video, bieten einen Mehrwert

Hinzu kommen grundlegende Anforderungen, wie Stabilität und Geschwindigkeit. Das heißt, die Website stürzt nicht ständig ab und Seiten laden ohne Wartezeit.

Webdesign

Das Webdesign ist entscheidend für das Aussehen der Website und ihre Eigenschaften. Auf ein durchgängig definiertes Design ist unbedingt zu achten:

  • Die Marke soll sich auch online widerspiegeln: Dafür kann man die Unternehmensfarben und Schriftart nutzen und das Firmenlogo verwenden.
  • Auf der Website sind einheitliche Farben, Schriftarten und Bilderwelten zu verwenden. Dafür wird am besten eine Schriftart für Texte und Überschriften und eine kleine Farbpalette definiert.
  • Sollte es keine eigenen hochqualitativen Bilder geben, ist das kein Problem. Bilderdatenbanken mit sogenannten Stock-Fotos bieten, gegen eine kleine Gebühr oder Nennung des Fotografen, eine riesige Bildersammlung. Es gibt auch Datenbanken für vorgefertigte Symbole. Ein einheitlicher Stil bei der Bildauswahl ist von Vorteil. Bilder, deren Bildrechte nicht bekannt sind, sollten keinesfalls verwendet werden.
  • Damit die Les- bzw. Bedienbarkeit der Website gewährleistet ist, müssen die Schriftgröße und auch die Größe von Buttons der Mindestgröße entsprechen.

Solche Anforderungen können z.B. den Material-Guidelines von Unternehmen wie Google entnommen werden. Bei Baukasten-Lösungen ist das in der Regel bereits berücksichtigt. Es ist wichtig, dass die Website auch auf mobilen Endgeräten einwandfrei nutzbar ist.

Website-Aufbau

Beim Website-Aufbau, auch Informationsarchitektur genannt, geht es darum, eine sinnvolle Struktur zu schaffen. Nutzerinnen/Nutzer sollen sich möglichst intuitiv zurechtfinden.

Ein Beispiel hierfür ist der Supermarkt. Hier sind Produkte auch thematisch sortiert. Verschiedene Obst- und Gemüsesorten finden sich in einem bestimmten Bereich. Zitronen werden aber auch beim Fisch oder Tequila angeboten.

Zu überlegen ist, was das Informationsangebot ist und wie es strukturiert sein soll. Welche Informationen erwarten bzw. benötigen Kundinnen/Kunden? Man sollte in dieser Reihenfolge vorgehen:

  1. Die gesamten Inhalte sammeln
  2. Die Inhalte priorisieren und eine Informationshierarchie entwickeln:
    Welche Informationen werden am häufigsten gesucht bzw. genutzt?
  3. Welche Seiten und Informationen müssen verknüpft werden?
    Zum Beispiel "Über uns" und "Kontakt"
  4. Entwürfe für einzelne Seiten erstellen, die auf der Website verwendet werden sollen. Welche Informationen werden auf welchen Seiten benötigt und wie sind diese angeordnet?

Tipp

Eine Mindmap hilft, die Anforderungen zu sammeln. Die Hauptpunkte können als Navigation verwendet werden.

Inhalt

Bevor Inhalte erstellt werden, ist zu überlegen, nach welchen Informationen Nutzerinnen/Nutzer suchen. Was soll mitgeteilt werden? Welche unterschiedlichen Inhalte sollen bereitgestellt werden? Außerdem ist für jede einzelne Seite folgendes zu definieren:

  • Zweck und Kernbotschaft
  • Aufbau und Struktur
  • Seitentitel
  • Inhalte (Text, Bilder, Animationen, Videos)
  • Schlüsselwörter, mit denen die Website bei Suchmaschinen gefunden werden soll (Stichwort SEO)

Die Nutzerinnen/Nutzer sollen sich durch ein ansprechendes Layout und die richtigen Inhalte gut abgeholt fühlen.

Beim Inhalt gilt: weniger ist mehr. Nutzerinnen/Nutzer scannen Websites und deren Inhalte nach dem, was sie suchen. Daher ist es vorteilhaft, visuell zu arbeiten und, wenn möglich und sinnvoll, Bilder und Visualisierungen, z.B. von Prozessen, zu verwenden.

Tipp

Verständnis und Glaubwürdigkeit sicherstellen
Zu vermeiden sind Fachbegriffe, Anglizismen oder unternehmensinterne Begriffe. Wann immer möglich, sollte man Kundensprache nutzen.

Weiterführende Links

Material-Guidelines ( Google)

Letzte Aktualisierung: 12. Januar 2024

Für den Inhalt verantwortlich: Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft