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Negativsteuer

Negativsteuer (auch Sozialversicherungserstattung oder SV-Rückerstattung genannt) ist eine Gutschrift, die Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern zusteht, die so wenig verdienen, dass sie keine Lohnsteuer zahlen. Sie erhalten die Gutschrift durch Einreichen einer Arbeitnehmerveranlagung (→ oesterreich.gv.at).

Hinweis

Seit Juli 2017 erfolgt der Steuerausgleich und die Auszahlung eines etwaigen Gutschriftsbetrags in vielen Fällen automatisch (sogenannte "Antragslose Arbeitnehmerveranlagung").

Die Negativsteuer betrifft vor allem Teilzeitbeschäftigte, Lehrlinge, Ferialpraktikantinnen/Ferialpraktikanten, Pflichtpraktikantinnen/Pflichtpraktikanten und geringfügig Beschäftigte, wenn ein Sozialversicherungsbeitrag geleistet wird. Freie Dienstnehmerinnen/freie Dienstnehmer haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Negativsteuer.

Die Rückerstattung umfasst generell 50 Prozent der Sozialversicherungsbeiträge, höchstens jedoch 400 Euro. Der Erstattungsbetrag erhöht sich auf maximal 500 Euro, wenn die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer Anspruch auf ein Pendlerpauschale hat. Die maximale SV-Rückerstattung erhöht sich für Steuerpflichtige, die Anspruch auf den Zuschlag zum Verkehrsabsetzbetrag haben, um bis zu 400 Euro.

Auch Pensionistinnen/Pensionisten können von der Negativsteuer profitieren. Sie erhalten eine Gutschrift von 75 Prozent der Sozialversicherungsbeiträge, höchstens jedoch 300 Euro. Die Rückerstattung vermindert sich um steuerfreie Ausgleichs- oder Ergänzungszulagen. Die Erstattung erfolgt im Wege der Veranlagung und ist mit der Einkommensteuer unter null begrenzt.

Negativsteuer bei Absetzbeträgen

Absetzbeträge, wie z.B. der Alleinerzieher- oder Alleinverdienerabsetzbetrag (→ oesterreich.gv.at) werden, wenn sie aufgrund eines geringen Einkommens bei der laufenden Lohnabrechnung nicht ausgenützt werden können, vom Finanzamt ausbezahlt.

Ausführliche Informationen zum Thema "Antragslose Arbeitnehmerveranlagung ("automatischer Steuerausgleich") (→ oesterreich.gv.at)" finden sich auf oesterreich.gv.at.

Letzte Aktualisierung: 13. April 2022

Für den Inhalt verantwortlich: USP-Redaktion