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Branchenpauschalierung Einkommensteuer

Pauschalsätze für nicht buchführende Gewerbetreibende

Die Verordnung des Bundesministeriums für Finanzen vom 14. Dezember 1989 (BGBl. Nr. 55/1990) idF BGBl. II Nr. 215/2018 sieht für die Berechnung der Betriebsausgaben von nichtbuchführenden Gewerbetreibenden branchenspezifische Prozentsätze vor. Diese Verordnung beinhaltet in alphabetischer Reihenfolge – von der Bandagistin/dem Bandagisten bis zur Zahntechnikerin/zum Zahntechniker – insgesamt 54 (inkl. artverwandter) Berufe mit den dazugehörigen Durchschnittssätzen.

In dieser Verordnung sind für die dort angeführten Berufsgruppen jene Prozentsätze nachzulesen, die bezogen auf den Nettoumsatz zur Berechnung der Betriebsausgaben dienen. Neben den Durchschnittssätzen sind noch nachstehende Posten als Betriebsausgaben zu berücksichtigen:

  • Wareneinkauf, Roh-, Hilfsstoffe, Halberzeugnisse und Zutaten (laut Wareneingangsbuch)
  • Lohnaufwand (laut Lohnkonto), Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Sozialversicherung, Wohnbauförderungsbeitrag, Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds
  • Fremdlöhne, soweit diese in die gewerbliche Leistung eingehen
  • Alle Abschreibungen (gewöhnliche AfA und deren Sonderformen, geringwertige Wirtschaftsgüter)
  • Steuerfreie Beträge betreffend Übertragung stiller Reserven
  • Steuerfreie Beträge betreffend Abfertigungsansprüche
  • Ausgaben für Miete oder Pacht, Energie, Beheizung, Post und Telefon
  • Abgeführte Umsatzsteuer (ausgenommen USt vom Eigenverbrauch) und Umsatzsteuer (Vorsteuer) für aktivierungspflichtige Aufwendungen
  • Beiträge zur Pflichtversicherung in der gesetzlichen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung sowie Beiträge zur gesetzlichen Arbeitslosenversicherung
  • Grundfreibetrag im Rahmen des Gewinnfreibetrages
Letzte Aktualisierung: 1. Januar 2020

Für den Inhalt verantwortlich: Bundesministerium für Finanzen